Edingen-Neckarhausen

Edingen Agility-Turnier beim Hundesportverein / Mehr als 110 Teams am Start

Stimme und Zeichen leiten den Hund

Am vergangenen Wochenende war der Hundesportverein Edingen (HSV) einmal mehr Gastgeber des Turniers für die Mensch-Hund-Teams des Agility-Sports. Mehr als 110 Teams aus der näheren und weiteren Region waren auf das Gelände „An der alten Nachtweide“ in Edingen an den beiden Tagen am Start.

„Das Turnier wird an beiden Tagen in den vier Leistungsstufen A0 bis A3 und in drei Größenklassen (small, medium, large) ausgetragen“, erläuterte Leistungsrichter Lothar Thurm aus Lindenfels im Odenwald. Dazu kommen noch die Disziplinen Jumping und Spiel,eine Vorstufe davon. Der national und international erfahrene Juror bescheinigte dem HSV zudem eine „vorzügliche Organisation und gelungene Ausrichtung des Turniers“.

Agility (engl. Wendigkeit, Flinkheit) ist eine Hundesportart, die aus England stammt und in den 1980er Jahren nach Deutschland kam.Hierbei ist bei den Disziplinen zu unterscheiden: Beim A-Lauf gibt es außer den Sprunghürden auch Kontaktzonengeräte, die beim Jumping fehlen. Deshalb ist die Laufgeschwindigkeit beim Jumping auch meist höher. Ziel im Agility ist es, schnell und möglichst fehlerfrei durch einen Parcours mit bis zu 22 verschiedenen Hindernissen zu kommen. Dazu sind die richtige Körpersprache, Koordination sowie schnelle Reaktionen gefordert, da der Hund nur mit Stimme und Zeichen geführt wird. Und das dazu noch mit ordentlich Schmackes.

Jolene Wolters vom HSV erklärt, bei dieser Sparte sei ein solider Grundaufbau als wesentlichster Bestandteil der Ausbildung wichtig: „Der Hund und sein menschlicher Partner müssen dabei echten Teamgeist beweisen.“ Hindernisse müssen in vorgegebener Reihenfolge schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigt werden. „Das ist nur mit regelmäßigem Training zu erreichen“, erzählt Sabine Bernhard aus Flörsbach (Hessen), die mindestens zweimal wöchentlich trainiert und für die Agility -Freunde Rhein-Main startet. Sie errang mit ihren drei Hunden in verschiedenen Läufen drei erste und zwei zweite Plätze.

Ausgelassene oder in der falschen Reihenfolge genommene Hindernisse führen umgehend zu einer Disqualifikation bei dem jeweiligen Lauf. „Deshalb ist das Begehen des vom Leistungsrichter präparierten Parcours vor dem Start ganz besonders wichtig“, erläutert Vorsitzender Jürgen Thoma . Prinzipiell eignet sich diese Sparte für fast alle Hunderassen. „Sehr große Tiere sind allerdings wegen mangelnder Chancengleichheit selten vertreten“, schränkt Thoma ein.

Ideales Wetter

Das Wetter war vor allem am Samstag wechselhaft, aber für die Hunde optimal und den Menschen erträglich. Für den HSV waren Lydia Bordiehn mit Flash, Isabell Grunow mit Marcy, Christina Bergtholdt mit Pie, Carmen Winkler mit Cita, Heike Meiser mit Cycil und Maren Weber mit Fly am Start und profitierten von den guten Bedingungen. Die Damen und ihre Tiere hatten ein erfolgreiches Wochenende und holten sechs erste, sechs zweite und zwei dritte Plätze.

Beim A 3-Large-Lauf mit den meisten Startern gewann Sandra Moritz aus Hemsbach mit Baruna. Isabell Grunow war im Spiel (A0 Large) mit Marcy erfolgreich. Alle weiteren Gewinner und Platzierungen des Wochenendes sind in den Siegerehrungslisten des Vereines einzusehen. Für Organisation und Sportbetrieb waren die Agility-Abteilungsleiter Christina und Franziska Bergtholdt verantwortlich. „Der Dank des Vorstandes ist ihnen gewiss“, betonten Jürgen Thoma und Klaus Immerz. Dank gebühre vor allem auch den rund 35 fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen sowie der „Mega-Küchen-Crew“ mit Janine Kappes, Elke Bangert und Mike Finck.

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