Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Ensemble Windstärke 08 unterhält Zuhörer

Sturm fegt durch Schlosshof

Archivartikel

„Ein stürmischer Wind“ – so wird die Windstärke 08 normalerweise eingeordnet. In Edingen-Neckarhausen versteht man darunter jedoch etwas völlig anderes, nämlich das Jugendblasorchester der Gemeinde, ein Kooperationsprojekt der Musikvereinigung 1923 Neckarhausen mit der Jugendmusikschule Edingen-Neckarhausen und der Gemeinde. Unter der Leitung von Csaba Asbóth belebten sie bei ihrem Konzert den Schlosshof Neckarhausen mit einer bunten Auswahl an Stücken.

„Wir sind wirklich froh, dass das Wetter mitmacht“, so Renate Untucht von der Musikvereinigung. Doch bevor das Konzert von Windstärke 08 losging, kündigte Untucht die beiden Bläserklassen der Grundschulen Edingen und Neckarhausen an. Mit Laurance Mahady lernen sie, wie es in einem Orchester zugeht und vor allem, musikalisch auch auf andere zu achten.

Reichlich Applaus vom Publikum

„Es ist schon Tradition zum Auftakt zu zeigen, wie Windstärke 08 begonnen hat“, so Untucht. Das Orchester entspringt nämlich den dritten und vierten Klassen der beiden Grundschulen. „So wächst zusammen, was zusammen gehört“, fügte sie noch hinzu.

Zu Beginn zeigten die Drittklässler also mit Liedern wie „Hänschen Klein“ oder den „Hard Rock Blues“, was sie seit Oktober des vergangenen Jahres gelernt haben. Wie die vierten Klassen auch, sammelten sie beim Publikum für ihre Leistung reichlich Applaus ein. Die bekannten Melodien stimmten die Zuhörer auf den musikalischen Abend ein. Beim Lied „Power Rock“ brauchte das Orchester die Unterstützung der Zuhörer, indem diese zur Melodie von „We will rock you“ mit den Füßen auf den Boden stampften und in die Hände klatschten.

Das Jugendblasorchester startet den Konzertabend mit einem „symphonischen Brocken“, so Untucht. Das dreiteilige Lied „Where the river flows“ erzählt von einer indianischen Legende. Der zweite Teil des Stücks wurde vom Orchester sogar mit Gesang untermalt. Für Schlagzeuger Johannes Schille war der Abend sein Konzertdebut mit Windstärke 08. Mit seinem Einsatz bei „Disco lives!“ brachte er die Publikumsfüße zum Mitwippen.

Doch das Orchester hatte nicht nur stimmungsvolle Musikangebote in petto, auch etwas düstere Lieder fanden ihren Weg in den Schlosshof. So hatte das Stück „Hanging tree“ aus der Science-Fiction-Reihe „Die Tribute von Panem“ mit dramatischen Melodien auf jeden Fall Gänsehautpotential. Das Orchester war breit aufgestellt und hatte sogar ein paar landes- und bundesweite Vertreter in den Reihen. Dem Jugendblasorchester gelangt also wieder ein gelungener Abend, die Zugabe-Rufe aus den Publikumsreihen ließen schwer etwas anderes vermuten. niz

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