Edingen-Neckarhausen

Edingen Vorstand klagt über Mangel an Helfern

Tell-Schützen aus Edingen werfen Flinte nicht ins Korn

Archivartikel

Der Mangel an Helfern macht der Schützengesellschaft (SG) Tell Edingen massiv zu schaffen. Auf traditionelle Veranstaltungen wie den Schützenball, die Beteiligung am Maibaumfest und der Edinger Kerwe verzichten die Schützen in diesem Jahr ganz. Lediglich die Ortsmeisterschaften für Jedermann sollen wie gewohnt über die Bühne gehen. Bei der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus suchte man zwar nach Lösungen, das Ergebnis der Bemühungen glich aber mehr dem sprichwörtlichen „Tropfen auf dem heißen Stein.“

„34 Versammlungsteilnehmer das ist Rekord, das hatten wir seit Jahren nicht mehr“, freute sich Oberschützenmeister Stefan Wetzel über den Zuspruch. Das war zunächst aber auch die einzige gute Nachricht. Im Vorfeld der Hauptversammlung hatte man mit der Einladung ein Schreiben verschickt, das die Mitglieder aufrütteln und zur Mithilfe animieren sollte. Zumindest ein Ziel wurde damit erreicht: Die Stuhlreihen im Schützenhaus waren alle besetzt.

Fusion rasch vom Tisch

„Es ist ein großes Problem, Leute zu finden, die unsere Arbeit in der Vorstandschaft unterstützen, es helfen einfach zu wenige“, konstatierte Wetzel. Als ganz besonders problematisch erweise sich dieses Manko im Hinblick auf die Veranstaltungen als Einnahmequelle. Um das Vereinsheim kostendeckend zu führen, bleibe dann nur noch das Drehen an der Beitragsschraube. „Darin sehen wir aber auch keine Lösung, deshalb kam der Gedanke auf, den Verein möglicherweise aufzulösen oder zu schauen, was wir in Zukunft machen werden oder können“, sagte Wetzel und fügte an: „Im Moment sind wir ziemlich ratlos.“

Bevor man die Flinte ins Korn werfe, könne man doch über eine Fusion mit der SG Neckarhausen nachdenken, regte ein Mitglied an. Dazu müsste ein Verein rechtlich komplett abgeben, und das sei eine schwierige Sache, war von anderer Seite zu hören. Dem widersprach auch der Neckarhäuser Oberschützenmeister Eberhard Netzer nicht, der bei den Tell-Schützen ebenfalls Mitglied ist. Das Thema Fusion war dann aber ebenso rasch vom Tisch, wie eine mögliche Auflösung des Vereins. Was blieb, war die weitere Suche nach Helfern – auch in den Reihen der Versammlung, wo sich nur wenige Hände freiwilliger Helfer erhoben. Für einen kleinen Lichtblick sorgte BdS-Vorstandsmitglied Sabine Herrwerth. Sie kündigte an, der BdS wolle als Dank für das Überlassen des Schützenhauses, beispielsweise bei der Weihnachtsverlosung, die Schützen bei ein oder zwei Veranstaltungen personell unterstützen.

Der scheidende erste Schießleiter Thomas Bauer hatte eine Schießchronik verfasst, die das Sportjahr 2019 noch einmal Revue passieren ließ. Darin enthalten sind die sportlichen Erfolge der Tell-Schützen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene. Jugendleiterin Sabine Böttcher gab einen Einblick in die Jugendabteilung. Derzeit beteiligen sich vier Jugendliche regelmäßig am Training.

Stellen vakant

Schatzmeister Matthias Falter verkündete ein Kassenplus. Die durchgeführten Veranstaltungen im vergangenen Jahr hatten sich positiv auf den Kassenstand ausgewirkt. „Ihr habt Eure Sache gut gemacht“, leitete Arnfried Zahner die Entlastung des Vorstands ein. Diese muss auch künftig einiges schultern. Nur durch eine aus der Not geborene „Ämterhäufung“ Einzelner gelang es, die wichtigsten Vorstandsposten komplett zu besetzen.

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