Edingen-Neckarhausen

Edingen 105 Laien messen sich bei Ortsmeisterschaft der Schützengesellschaft Tell

Über Kimme und Korn ins Ziel

Archivartikel

„Wir haben bei den Ortsmeisterschaften wieder die Hunderter-Marke geknackt, 105 Teilnehmer sind für uns ein tolles Ergebnis“, freute sich der Oberschützenmeister der Schützengesellschaft (SG) Tell Edingen, Stefan Wetzel. Das Laienschützen-Turnier stellt nach Auffassung des ersten Schießleiters Thomas Bauer zudem eine gute Gelegenheit dar, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und diese für den Schießsport zu interessieren. Zwischenzeitlich dürfen sich die Schützen über Stammgäste auf der Schießanlage freuen, die sowohl im Einzel als auch im Team alljährlich über Kimme und Korn zielen.

Oberschützenmeister Stefan Wetzel hieß die Besucher zur Siegerehrung im voll besetzten Schützenhaus willkommen. Hier wurden Urkunden und Medaillen für die Sieger und Platzierten aus dem Wertungsschießen vergeben sowie die geglückten Zufallstreffer beim Glücksschießen mit Preisen belohnt. Der Oberschützenmeister dankte der örtlichen Geschäftswelt die zahlreiche Gewinne gestiftet und für einen üppigen Preistisch gesorgt hatte. „Unterstützen Sie die Gewerbetreibenden am Ort mit ihrem Einkauf, das erspart weite Wege und hält die Geschäfte am Leben“, konstatierte Wetzel. Sein Dank galt ferner den Helfern aus den eigenen Reihen die ihre Freizeit geopfert und für einen reibungslosen Ablauf der Ortsmeisterschaften gesorgt hatten. Das galt nicht nur für den Schießstand, sondern auch für die Küche, die mit herzhaften Leckereien die Laienschützen samt Anhang bei Kräften hielt.

Am Nachmittag verwaltete die Schützenjugend eine Kaffeebar samt gut bestückter Kuchentheke für die aus Vereinskreisen reichlich Selbstgebackenes beigesteuert wurde. „Der Erlös kommt der Jugend zugute, neben dem Schießen werden auch andere Aktivitäten wie Ausflüge angeboten, die damit finanziert werden können“, erklärte Jugendleiterin Sabine Böttcher. „Schießen fördert gerade auch bei Jugendlichen die Konzentration. Man muss sich auf ein Ziel fokussieren und kann dabei nicht an tausend andere Dinge denken“, erklärte die zweite Vorsitzende der Tell-Schützen, Dieter Kraus. Er war auf dem Schießstand für die Standbelegung verantwortlich, während Bernd Fischer die Gesamtaufsicht oblag. Den Laienschützen wurde auf der modernen elektronischen Schießanlage der richtige Umgang mit dem Luftgewehr erklärt. „Wir wollen den Leuten bei der Gelegenheit zeigen, dass der Schießsport ein richtiger Sport ist, der neben der Konzentration auch Kondition verlangt“, bemerkte Kraus und fügte an: „Das gilt für alle Altersgruppen.“

15 Schuss im Starterpaket

Auch die unter Zwölfjährigen, die ansonsten nicht am Schießsport mit Waffen teilnehmen dürfen, bekamen die Möglichkeit ihr Können zu testen. Die Buben und Mädchen die mit ihren Eltern zu den Ortsmeisterschaften gekommen waren, konnten mit einem Lichtpunktgewehr (LPG) die Scheiben anvisieren. Anstatt mit echter Munition „schießt“ dieses mit einem Lichtstrahl auf die Zielfläche. Erfolgreichster Lichtgewehr-Schütze war Emilian Bromirakis. Alle anderen Einzelschützen und Gruppierungen hatten mit dem Luftgewehr über Kimme und Korn gezielt. Im Starterpaket waren neben den Probeschüssen 15 Schuss auf die Wettkampfscheibe sowie drei Schuss auf die Glücksscheibe enthalten. Der Reihenfolge ihrer Platzierung nach durften sich die „Glücksschützen“ ihre Gewinne an dem gut bestückten Tisch mit den Preisen aussuchen.

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