Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen DRK will Jugendgruppe aufbauen / Auch Nichtmitglieder als Helfer willkommen

Unterkunft bereitet Sorgen

„Ich habe das gute Gefühl, dass wir in unseren DRK-Ortsverein Neckarhausen wieder mehr Dynamik reinbringen.“ Diese Feststellung traf Ortsvereins-Vorsitzender Hans-Peter Ries bei der Jahreshauptversammlung in der „Neckarperle“. Künftig will man auch wieder eine Jugendgruppe aufbauen. Simone Geschwill hat sich bereiterklärt, den Posten der Jugendleiterin zu übernehmen. Auf der Stelle tritt der Ortsverein derweil in Sachen Vereinsheim. Das geplante Hilfeleistungszentrum lasse weiter auf sich warten, und die Situation in der DRK-Unterkunft in der Fichtenstraße sei auch nicht besser geworden, bedauerte der Ortsvereins-Vorsitzende.

In seinem Rückblick informierte Ries über die Arbeit des Vorstands sowie der Bereitschaft. Letztere besteht aktuell aus zehn aktiven sowie drei freien Helfern. Im Sanitätsdienst und bei kulturellen Veranstaltungen habe man innerörtlich 114 Dienststunden geleistet. In Fort- und Weiterbildung wurden 42 Stunden investiert. Als echte Bereicherung bezeichnete Ries den ehemaligen Sanitätshelfer Michael Ullmann der sich wieder aktiv im Ortsverein (OV) engagiere. Mit Albert Geschwill sei auch ein neuer freier Helfer hinzugekommen.

In freien, ungebundenen Helfern sieht das DRK eine Chance, Unterstützer zu finden, ohne dass diese gleich eine Mitgliedschaft eingehen müssen. „Daneben werden natürlich auch aktive Rot-Kreuzler benötigt, um den Ortsverein am Leben zu erhalten“, betonte Ries und fügte an: „Nicht nur Menschen aus medizinischen Berufen, auch Frauen und Männer aus anderen Sparten sind uns willkommen, wir haben für alle einen Platz im Roten Kreuz.“

Während der OV in 2018 wieder Erste Hilfe-Kurse am Standort Neckarhausen für die Bevölkerung angeboten hat, konnte der geplante Wiedereinstieg in Blutspende-Aktionen bislang nicht realisiert werden. Ein Gespräch mit der Blutspendenzentrale Mannheim steht diesbezüglich noch aus. Was weiterhin fehle, sei ein angemessenes Zuhause für die ehrenamtlichen Helfer von Feuerwehr und Rotem Kreuz, konstatierte Ries. Gemeinderat und Verwaltung hätten auch in 2018 andere Baumaßnahmen als wichtiger erachtet. So seien in Sachen Vereinsheim und Hilfeleistungszentrum leider keine Fortschritte erkennbar. „Ein anberaumtes Gespräch mit dem Gemeinderat im Hinblick auf die räumliche Situation ist 2018 kurzfristig mit der Begründung abgesagt worden, dass es ,Wichtigeres’ gebe“, so Ries.

Auch beim Zustand der jetzigen DRK-Unterkunft trete man auf der Stelle. „Zwischenzeitlich mussten Arbeiten an der Heizungsanlage und im Sanitärbereich seitens der Gemeindeverwaltung durchgeführt werden“, informierte Ries. Und wie es zeitweise im Außenbereich aussehe, wolle er erst gar nicht kommentieren. Was fehle, sei auch ein überdachter Stellplatz für den mühevoll hergerichteten DRK-Anhänger.

Weiter ging es mit dem Bericht von Kassiererin Ruth Birkhof, der geordnete Finanzen aufwies. Nach der Entlastung des Vorstands wurde Simone Geschwill einstimmig zur kommissarischen Jugendleiterin gewählt. „Sie hat sich bereiterklärt, an entsprechenden Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen, so dass dem Aufbau einer Jugendgruppen nichts mehr im Wege steht“, betonte der Ortsvereinsvorsitzende. Unterstützt wird Geschwill bei ihrer Arbeit von Simone Stein. fer