Edingen-Neckarhausen

Neckar-Bergstraße Erwin Hund aus Edingen-Neckarhausen ist Regionalberater für den neuen Deutsch-Französischen Bürgerfonds

Vereinen „beim Sprung über den Rhein“ helfen

Archivartikel

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds, ein Leuchtturmprojekt der Zusammenarbeit beider Länder, ist jetzt auch in Baden-Württemberg aktiv: Insgesamt 14 Regionale Berater nehmen deutschland- und frankreichweit die Arbeit auf. In Baden-Württemberg ist das Erwin Hund aus Edingen-Neckarhausen.

Als Regionaler Berater motiviert, informiert und begleitet er ab jetzt all jene, die deutsch-französische Ideen umsetzen möchten. Sein erweitertes Einsatzgebiet erstreckt sich auch auf Bayern und die französische Region Bretagne. Der 67-Jährige selbst ist bereits als Verantwortlicher einer Infostelle für deutsch-französischen Jugendaustausch tätig und kennt sich mit grenzüberschreitenden Projekten aus – diese Erfahrungen teilt er nun mit anderen Engagierten.

„Viel zu wenige Menschen wissen, dass es fast 2300 deutsch-französische Städtepartnerschaften gibt, in denen sich jeder engagieren oder auch ‚nur‘ teilnehmen kann und dass man dabei viele positive Erfahrungen sammeln und Vorurteile abbauen kann“, weiß Hund: „Daher möchte ich dazu beitragen, dass sich durch das Engagement von Organisationen und Vereinen alle Bevölkerungsschichten am deutsch-französischen Austausch beteiligen.“

Erwin Hund ist einer von sieben deutschen und sieben französischen Regionalen Beratern, die den Deutsch-Französischen Bürgerfonds in beiden Ländern vor Ort verankern und so dazu beitragen, den Vertrag von Aachen mit Leben zu füllen: 2019 unterzeichneten Präsident Macron und Kanzlerin Merkel den neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, um die Zusammenarbeit beider Länder zu stärken – vor allem auch zwischen den Akteuren der Zivilgesellschaft.

„Tausende Organisationen sind bereits deutsch-französisch aktiv, aber der Bürgerfonds richtet sich auch an jene, die den Sprung über den Rhein noch nicht gewagt haben: Vom Sportverein über die Freiwillige Feuerwehr oder den Fotoclub bis hin zur Chorgemeinschaft oder Nachbarschaftshilfe – überall steckt Potenzial für Begegnung und Austausch. Auch die über 2200 Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich können mit Mitteln des Bürgerfonds vertieft werden“, erklären Tobias Bütow und Anne Tallineau, Generalsekretäre des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), das den Bürgerfonds umsetzt.

Seit April 2020 fördert der Bürgerfonds mit einem Jahresbudget von 2,4 Millionen Euro grenzüberschreitende Projekte, wie etwa ein Sportprojekt für Frauen, die Gewalt erfahren mussten; einen Workshop über „Open Government“; ein Tanzprojekt zum Mitmachen; Online-Dinner; den Aufbau einer digitalen Plattform für Städtepartnerschaften; oder einen Dokufilm über das Familienleben in der Corona-Zeit. red

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