Edingen-Neckarhausen

Edingen Jahreshauptversammlung der Obst- und Gartenbauer / 100-jähriges Bestehen wird 2022 gefeiert

Vereinsspitze im Amt bestätigt

Beim Obst- und Gartenbauverein (OGV) Edingen setzt das bewährte Vorstands-Duo seine Arbeit fort. Bei der Jahreshauptversammlung im „Friedrichshof“ wurden Helmut Koch als erster und Alfred Lutz als zweiter Vorsitzender in ihren Ämtern einstimmig bestätigt.

Vorsitzender Helmut Koch konnte rund 70 Mitglieder begrüßen. Traditionell wird jede Hauptversammlung der Obstbauern mit einem Vortrag verbunden. Dieses Mal referierte der Plankstädter Bienen-Fachmann und Imker Ulrich Finkenzeller zum Thema „die Biene als Begleiter des Menschen.“ Wer das Insekt unterstützen wolle, könne in seinem Garten beispielsweise „naturnahe Habitate“ anlegen. Dazu zählte der Fachmann Behausungen aus Laub-, Holz- und Steinhaufen. Auch eine „Bienenweide“ mit heimischen Wildpflanzen hilft den Insekten bei ihrer Nahrungssuche. Wer stark verschwitzt ist, nähert sich übrigens besser nicht einem Bienenstock. „Der Körpergeruch signalisiert den Bienen „da kommt der Bär und damit ein potenzieller Honigräuber.“

Nachdem der Bildervortrag mit vielen Infos und Tipps in Sachen Bienen abgearbeitet war, leitete Helmut Koch zur Hauptversammlung über. Er berichtete in seinem Rückblick unter anderem von verschiedenen Schneidkursen, dem gelungenen vereinsinternen Sommerfest sowie die Traktorfahrt durch die Feldflur mit anschließenden Apfelsaftpressen als beliebtem Beitrag des OGV zum Ferienprogramm. Koch freute sich ferner über vier neugewonnene Mitglieder, deren Namen er verlas.

Streuobstwiese wird angelegt

„Aktuell zählt der Verein 149 Mitglieder“, informierte Kassiererin Birgit Imminger. Sie berichtete zwar von einem Jahresminus, insgesamt schreibt der Verein aber schwarze Zahlen. Seitens der Kassenprüfer lobte Dietrich Herold die einwandfreie Kassenführung, worauf die Vorstandschaft entlastet wurde.

Bei den Neuwahlen im Anschluss erhielten Vorsitzender Helmut Koch und sein Stellvertreter Alfred Lutz ein ebenso einstimmiges Votum wie die Beisitzer Rüdiger Ding, Wolfgang Lutz und Georg Zahn. Der Verein ist aber nicht nur personell gut aufgestellt, er leistet auch einen Beitrag zum kulturellen Leben in der Gemeinde und den Erhalt der Natur. Letzteres gilt insbesondere für den Fortbestand von Streuobstwiesen auf Edinger Gemarkung. So soll in Zusammenarbeit mit der Gemeinde am Ortseingang, Mannheimer Straße, eine Streuobstwiese mit Obstbäumen neu angelegt werden. „Dafür suchen wir noch Leute die Baumpaten werden wollen“, informierte Helmut Koch.

Mit dem Angebot wende man sich insbesondere an Bürger, die kein eigenes Grundstück besitzen, aber einen Bezug zur Natur suchen. Die Streuobstwiese als solches werde vom Verein gepflegt. „Der Ertrag des früchtetragenden Patenkindes kommt wiederum ausschließlich dem Paten zugute“, erläuterte Koch. Die Kosten für den Baum nach Wahl und dessen „Laufzeit“ als Patenkind werde derzeit mit der Gemeinde noch abgestimmt.

Jubiläum steht an

Interessenten können sich beim OGV-Vorsitzenden aber schon einmal melden. „2022 feiern wir unser 100-jähriges Vereinsbestehen“, erwähnte Koch beim Blick in die Zukunft. Gucken Sie mal, ob Sie noch alte Unterlagen oder Bilder haben, wir wollen nämlich eine Festschrift zum runden Jubiläum anfertigen“, bat der Vorstandschef um Unterstützung.

Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurde schließlich noch Hannelore Pabsch mit dem silbernen LOGL-Bäumchen ausgezeichnet. Am Ende ging aber niemand mit leeren Händen heim. Die kostenlose Verlosung von Äpfeln, Dosenwurst und Honig bildet traditionell den Abschluss.