Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Spedition TTM besteht seit 25 Jahren / Spende an die Gemeinde

Vom Zwei-Mann-Betrieb zum großen Arbeitgeber

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Unternehmens in Mannheim. Damals starteten der Seniorchef Gerhard Fillbrunn und sein inzwischen verstorbener Partner Hans-Jürgen Burkhardt am Parkring der Quadratestadt mit dem Transport-Team Mannheim (TTM).

Der Name TTM ist bis heute geblieben, die Firmenfarben blau und rot haben sich ebenfalls gehalten. Nur seinen Sitz hat das Unternehmen schon seit 1997 in Neu-Edingen und seit 2009 am heutigen Standort in der Rosenstraße. Und es ist enorm gewachsen. Aus dem Zwei-Mann-Betrieb ist eine internationale Spedition mit 160 Mitarbeitern geworden, die zwischen Halle und Leipzig eine zweite Niederlassung hat und von dort aus vor allem das Ostgeschäft abwickelt.

„Wir halten zusammen“

„Wir sind ein tolles Team“, schwärmt Firmengründer Fillbrunn. Als Glücksfall bezeichnet er im Nachhinein die Möglichkeit, ein Gebäude von Thyssen-Krupp zu übernehmen. „Das haben wir selbst umgebaut, mit eigenen Kräften“, blickt er nicht ohne Stolz zurück. Seine Belegschaft sei motiviert: „Wir halten zusammen, die Seele ist da.“ Dass sein Unternehmen derart wachsen würde, hätte er sich nicht träumen lassen.

Übermütig wird er trotzdem nicht. „Nur mit den entsprechenden Rücklagen kann man Krisen wie die von 2008 überstehen“, macht er seine Strategie deutlich: „Wir müssen sinnvoll und sensibel wirtschaften, das ist auch für die Mitarbeiter wichtig.“ Das sieht auch sein Sohn Sandro nicht anders, der die Geschäfte seit Anfang des Jahres eigenständig führt. Der Vater hingegen genießt zusammen mit seiner Frau den Ruhestand. So ganz loslassen kann und will er gleichwohl nicht: „Dank der Digitalisierung weiß ich jeden Tag, was los ist.“

Als Simon Michler vor mehr als zwei Jahren Bürgermeister von Edingen-Neckarhausen wurde, galt einer seiner ersten Besuche eben diesem Unternehmen. „Für uns ist das nicht irgendeine Firma, sondern einer der größten Arbeitnehmer in der Gemeinde.“ Die Spedition sei familiär geführt, und das zahle sich aus. Michler nennt den Betrieb vorbildlich und zeigt sich dankbar für die Unterstützung sozialer Belange. Aus Anlass des Jubiläums erhält die Gemeinde nämlich 2500 Euro. „Das Geld soll für unsere Spielplätze verwendet werden“, kündigt Michler an. Damit TTM am Standort bleibt, verspricht der Bürgermeister seine Unterstützung. Möglicher Platzbedarf könne im neuen Gewerbegebiet in der Speyerer Straße gedeckt werden. Das komme aber langsamer voran als gehofft: „Voraussichtlich 2020 wird es baureif sein.“

„Logistik bringt’s“

Für Artin Adjemian, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar ist TTM ein Vorzeigebetrieb: „Vom Inhaber gegründet, von der Familie weitergeführt, so wünschen wir uns das.“ Anerkennung spricht er auch der Gemeinde aus: „Hier wird Logistik wertgeschätzt, das ist nicht überall der Fall.“ Dabei steht für ihn außer Frage: „Logistik bringt’s. Wenn zwei Tage keine Lkw mehr fahren, dann sind die Supermarktregale leer.“

Was der IHK-Vertreter nach eigenen Angaben zudem an TTM schätzt, ist die Bereitschaft zur Ausbildung. 16 junge Menschen erlernen hier derzeit ihren Beruf, darunter fünf Berufskraftfahrer. 6 000 bis 7 000 Euro investiert die Spedition bei jedem von ihnen allein in den Lkw-Führerschein. Und mit einem eigenen Aus- und Weiterbildungszentrum schult das Unternehmen seine Mitarbeiter regelmäßig.

Info: Infos zum Unternehmen: www.ttm.de