Edingen-Neckarhausen

Edingen Erika Keller und Elisabeth Müller lösen Herbert Jung und Klaus Schön ab

Weibliche Doppelspitze übernimmt die Sängereinheit

Frauenpower bei der Sängereinheit. Edingens ältester Verein hat bei seiner Jahreshauptversammlung erstmals eine Frau als Vorsitzende gewählt. Der ehemalige Männergesangverein, der seit rund 20 Jahren über einen Frauenchor verfügt, hat mit der Wahl von Erika Keller eine neue Ära eingeleitet. Zur zweiten Vorsitzenden wurde Elisabeth Müller gewählt. Das bisherige Vorstands-Duo aus Herbert Jung und Klaus Schön erntete für sein langjähriges Engagement viel Beifall.

In seinem letzten Geschäftsbericht ließ Herbert Jung die verschiedenen Aktivitäten im abgelaufenen Jahr noch einmal Revue passieren. Neben den Auftritten des Frauenchors und des gemischten Chors bei Sängerfesten und Jubiläen erinnerte Jung auch an das gelungene Sommerfest vorm Vereinsheim „Friedrichshof“ sowie an die traditionelle Weihnachtsfeier mit Gesang, Prosa und Einakter.

Barrierefreier Zugang

Einen Akt ganz anderer Art stemmte die Sängereinheit mit dem Einbau eines Fahrstuhls im Sängerheim. „Damit wurde ein barrierefreier Zugang zu den sanitären Anlagen sowie den Kegelbahnen im Untergeschoss geschaffen. Eine Errungenschaft, auf die der Verein stolz sein kann, und die von Gästen, die sich mit dem Treppensteigen schwer tun, dankbar angenommen wird“, konstatierte Jung. Zum Abschluss dankte der scheidende Vorsitzende den Sängerinnen und Sängern sowie allen Förderern und Unterstützern für ihren Beitrag zum Wohle der Sängereinheit. Aktuell zählt der Verein 157 Mitglieder.

Der bisherige zweite Vorsitzende Klaus Schön würdigte das17-jährige Engagement von Herbert Jung als Vorsitzendem. „Das war gewiss kein leichter Job“, betonte Schön, der sieben Jahre an Jungs Seite stand. Er stellte sein Amt als zweiter Vorsitzender zwar ebenfalls zur Verfügung, macht aber als Notenwart und Vizedirigent sowie als Sprecher des Männerchors – einem neu initiierten Amt in dem nunmehr weiblich dominierten Vorstand – weiter.

Die Sprecherin des Frauenchors, Brigitte Jäger, erwähnte den gelungenen Jubiläumsausflug aus Anlass des 20-jährigen Bestehens. Außerdem bereite es den Sängerinnen unheimlich viel Spaß, zusammen mit den Männern als gemischter Chor zu singen. Man müsse weiterhin gut zusammenarbeiten, um den Sangesbetrieb aufrecht zu erhalten, bilanzierte Brigitte Jäger.

Positiv fiel der Kassenbericht aus den Gerti Häfner verlas. Die Sängereinheit schreibt schwarze Zahlen. „Wir sind mit Ihnen sehr zufrieden, weiter so“, lobte Revisor Alfred Storch die solide Kassenführung. Er würdige ferner die „Superleistung“ des bisherigen Vorstand-Duos Jung und Schön.

„Wir brauchen Verstärkung“

Bei den turnusgemäßen Wahlen des Vorstandes wurden die neuen sowie die bisherigen Amtsinhaber jeweils einstimmig gewählt. Die zur Vorsitzenden gewählte Erika Keller war urlaubsbedingt zwar verhindert, hatte der Versammlung aber im Vorfeld mitgeteilt, dass sie im Falle ihrer Wahl das Amt annehmen werde.

„Wir brauchen eine Verstärkung, deshalb wäre es sinnvoll im kommenden Jahr mit einem Projektchor zu starten“, regte Chorleiterin Peny Bauer angesichts der schwindenden Sängerzahlen an. Insbesondere wolle man sich an jüngere Leute wenden und ihnen mit einem modernen Repertoire entgegenkommen. „Schauen Sie sich mal in ihrer Verwandtschaft und Bekanntschaft nach Sänger-Nachwuchs um oder bringen Sie doch mal ihren Ehepartner zum Singen mit, das hilft unseren Chören auch weiter“, bat die Chorleiterin.