Edingen-Neckarhausen

Neckarhausen Gemeinderat setzt auf vereinfachtes Verfahren

Weiterer Schritt zu „Neckarhausen Nord“

Archivartikel

Der Bebauungsplan „Wohnen und Freizeit in Neckarhausen-Nord“ hat einen weiteren Schritt im Verfahren hinter sich. Der Gemeinderat hat nach Prüfung durch die Baurechtsbehörde bei Enthaltung der Offenen Grünen Liste (OGL) ein beschleunigtes Verfahren für das insgesamt rund 5,6 Hektar große Areal beschlossen. Bereits im Oktober war das Vereinsgelände der Vogelfreunde Neckarhausen aus aus dem Geltungsbereich herausgenommen und die MVV Regioplan mit der Erschließungsplanung beauftragt worden.

Im Rahmen dieser Vorplanungen wurde festgestellt, dass es erforderlich ist, die Neckarstraße in den Geltungsbereich einzubeziehen, damit Änderungen an der Verkehrsfläche (z.B. Anlegen eines Längsparkstreifens und eines Gehwegs, Vorsehen von Straßenbeleuchtung) planerisch festgelegt werden können. Deshalb wurde der Geltungsbereich um den Abschnitt der Neckarstraße zwischen Kleintierhof und Porschestraße erweitert. Außerdem wurde die Einbeziehung der Kleingartenanlage zurückgenommen.

Bürgermeister Michler erinnerte daran, dass umfangreiche Verfahren unnötige Kosten verursachten. Die Umweltbelange würden auch im einfachen Verfahren ausreichend berücksichtigt. Eine so genante artenschutzrechtliche Potenzialeinschätzung wurde im Februar 2018 vorgelegt. Um auch im beschleunigten Bebauungsplanverfahren dem Artenschutz gerecht zu werden, habe die Verwaltung die ergänzenden Untersuchungen hinsichtlich Vögeln, Fledermäusen, Reptilien (Eidechsen) beauftragt, da die Jahreszeit hierfür geeignet war.

Sobald die Ergebnisse vorlägen, könnten die Entwürfe des Bebauungsplans mit zeichnerischen und planungsrechtlichen Festsetzungen, mit Örtlichen Bauvorschriften und der Begründung gefertigt werden. Dabei müssten die Ergebnisse der artenschutzrechtlichen Untersuchungen einfließen. Daran schließe sich dann die Offenlage und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange an.

Das Neubaugebiet „Neckarhausen Nord“ hängt eng zusammen mit dem Bau des Hilfeleistungszentrums in der Speyerer Straße und der Erweiterung des Sport- und Freizeitzentrums. Erst wenn dort die Möglichkeiten für einen Umzug der Sport- und Hundesportvereine geschaffen sind, kann auch das Neubaugebiet entstehen, das teilweise auf den heute noch vorhandenen Sportplätzen geplant ist. red