Edingen-Neckarhausen

Edingen Ausstellung der Fotogruppe des Kultur und Heimatbundes / Sieger eines internen Wettbewerbs ausgezeichnet

Werner Rudolf gewinnt beide Kategorien

Die Ausstellung der Fotogruppe hatte wieder viel Interessierte in die Alte Schule gelockt. Die Fotografie ist für die Fotofreunde eine Kunstform, der sie mit Leidenschaft nachgehen. Dieser Enthusiasmus zeigte sich bei der traditionellen Bilderschau an Kerwe. Sie bildete auch wieder den Rahmen für die Ehrung der Sieger aus dem internen Foto-Wettbewerb.

„Schön, dass so viele Besucher gekommen sind. Sie alle freuen sich sicherlich wieder auf die Bilder unserer Fotogruppe“, weckte der Vorsitzende des Kultur- und Heimatbundes, Wolfgang Ding, bei der Eröffnung der Fotoschau schon einmal die Neugier. Den Aktiven der Fotogruppe sei wieder eine tolle Ausstellung mit einer Vielzahl von Bildern aus den verschiedensten Themenbereichen gelungen.

Bürgermeister Simon Michler lobte ebenfalls die Aktivitäten der Gruppe. So sei beispielsweise beim Leitbild „Edingen-Neckarhausen 2030“ auf jeder Seite ein Bild der Fotogruppe zu sehen. Er dankte den fotografierenden Orts-Chronisten für ihr Engagement. Die Fotogruppe profitiere auch von der Unterstützung durch die Gemeinde, bemerkte deren Leiter Hermann Graß und fügte an: „Wir haben für unser Hobby tolle Räumlichkeiten im Dachgeschoss des Neckarhäuser Schlosses erhalten.“ Dort hatten die Fotofreunde auch rund 20 Ferienkinder im Rahmen des Ferienprogramms begrüßt. Ein Teil der fotografischen Ausbeute der Kinder war in der Ausstellung zu sehen. „Wir würden uns freuen, wenn auch deren Eltern Interesse an der Fotografie und damit an der Fotogruppe bekämen“, hofft Graß auf Zuwachs am Drücker.

Wie man Fotografie kunstvoll inszenieren kann, zeigte sich beim internen Foto-Wettbewerb der Gruppe. In der Sparte „Schwarz-Weiß“ waren die Vorgaben mit räumlicher Tiefe, Schärfe und Unschärfe sowie Kontraste und Gegensätze überschrieben. Bei den Farbfotos drehten sich die Themen um „eingefrorene Bewegungen“, das Erstellen eines optischen Dreiecks sowie Objekt-Fotografie. „Gewonnen hat dieses Mal nicht das besten Foto, sondern derjenige der mit seinen jeweils drei eingereichten Fotos die höchste Punktzahl erreicht hat“, erläuterte Hermann Graß das diesjährige Auswahlverfahren.

Explodierende Glühlampe

In beiden Sparten holte Werner Rudolph den Siegerpokal. „Früher habe ich lediglich geknipst, jetzt fotografiere ich“, scherzte der Gewinner. Er ist in Sachen „Raumtiefe“ sogar bis an „Ende der Welt“ gegangen das sich ganz nah im Schwetzinger Schlossgarten findet. In der Schwarz-Weiß-Fotografie belegte Monika Bauer, die einzige Damen in der Fotogruppen-Herrenriege, Rang zwei. Die kreative Hobby-Fotografin ist immer vorne mit dabei, wenn es um die Pokal-Vergabe geht. Das gleiche gilt für Siegfried Flade, der in „Schwarz-Weiß“ Rang drei und in Farbe Platz zwei belegte. Dritter im farbigen Genre wurde Fotogruppen-Urgestein Malcom Carpenter. Er hatte mit einer ins Bild gesetzten explodierenden Glühlampe buchstäblich einen Knaller zu bieten.

Neben den thematisch vorgegebenen Wettbewerbsbildern war eine Vielzahl von Fotos aus dem „freien Schaffen“ der Fotofreunde zu sehen. Dazu zählten Landschafts- und Tieraufnahmen sowie Porträts, Aktaufnahmen und Stillleben. Impressionen aus fernen Ländern avancierten ebenfalls zu den beliebten Hinguckern. Aber auch die Oktobersonne über dem heimischen Neckar hatte ihren Reiz.

„Im kommenden Jahr findet die Fotoausstellung dann zum 50. Mal statt. Ich vermute mal, Ihr lasst Euch dazu etwas einfallen“, wandte sich Wolfgang Ding schon einmal erwartungsfroh an die Hobbyfotografen.

Info: fotogruppe-edingen-neckarhausen.de

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