Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Kleines Neubaugebiet auf Tennisplätzen sorgt bei Bürgerinfo für Diskussion / Muss Rodelhügel weg?

Wohnungsbau bleibt ein heißes Eisen

Archivartikel

Die Pläne für eine Bebauung der Tennisplätze in Edingen zwischen Vogelskorb und Hundertmorgen sind innerhalb eines Jahres grundlegend überarbeitet worden. Einzelheiten dazu stellten der beauftragte Planer Peter Fischer und Bürgermeister Simon Michler jetzt bei der zweiten Bürgerinformation zu dem Vorhaben vor.

Danach soll es statt 15 Einzelhäusern nunmehr fünf Mehrfamilienhäuser und drei Doppelhaushälften entlang der Straße Beim Bildstock geben. Während der kleine Park Richtung Sportplatz und Schulzentrum weitgehend erhalten bleiben soll, müsste der vor allem bei Kindern beliebte Rodelhügel abgetragen werden. Genau daran entzündete sich auch die Kritik mehrerer Bürger. „Das ist die einzige Erhöhung in Edingen“, sagte Werner Peuker: „Sobald da ein Zentimeter Schnee liegt, ist der Hügel voll mit Kindern.“ Ähnlich äußerten sich auch junge Eltern. Peukerts Vorschlag: Man solle bei den Mehrfamilienhäusern lieber etwas in die Höhe gehen und im Gegenzug auf die Doppelhäuser verzichten.

Eine junge Mutter aus der Gemeinde plädierte dagegen für eine Bebauung, die vor allem Eigenheime möglich macht. „Wir sind eine sechsköpfige Familie und würden gerne hier bleiben“, sagte sie: „Wenn die Gemeinde Familien haben will, dann muss sie auch etwas dafür tun.“ Auch in einer weiteren Wortmeldung wurde die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum deutlich. „Danke für das Plädoyer“, sagte Bürgermeister Michler und verwies darauf, dass auf der Bäko-Wiese in Neckarhausen in Kürze 24 Reihenhäuser entstehen sollten. „Das Tolle daran ist, dass das Gelände uns gehört“, machte er deutlich, dass die Gemeinde auch bei der Vergabe entscheiden kann.

Bei den Tennisplätzen in Edingen sieht es ähnlich aus. Wenn der Umzug des Vereins ins Sportzentrum abgeschlossen ist, kann die Gemeinde das heutige Tennisgelände zu Bauland entwickeln. Ab 2020, so schätzt der Bürgermeister, könnte das kleine Baugebiet entstehen. Was heute bereits in Form von Sportplätzen versiegelt ist, würde dann mit Häusern bebaut, nämlich rund ein halbes Hektar. Ziel sei es, möglichst viel Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig möglichst viel Natur zu schützen.

Rund 45 Wohneinheiten könnten auf dem Gelände entstehen, 27 waren es in der ersten Variante. Um für jede Wohnung einen Autostellplatz zu schaffen, ist eine Tiefgarage geplant, die von beiden Seiten anfahrbar sein soll. Mehr Verkehr ist wiederum das, was die Bewohner der angrenzenden Wohngebiete befürchten. Auch das nahmen die Vertreter der Fraktionen mit, um es in der weiteren Diskussion zu berücksichtigen. Wie es nun weitergeht, das entscheidet der Gemeinderat möglicherweise bereits am Mittwoch, 20. Juni.

Info: Weitere Fotos und Infos: www.morgenweb.de/edingen