Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht Frankfurt nach Europa-League-Gala zurück im Bundesliga-Alltag

„Die Euphorie mitnehmen“

Frankfurt.Nach einem magischen Abend soll der Fußball-Zauber bei Eintracht Frankfurt weitergehen. „Es macht Lust auf mehr. Das macht einfach Spaß“, sagte Nationaltorwart Kevin Trapp nach dem grandiosen 4:1 (2:1) in der Europa League gegen Lazio Rom. „Es war eine Nacht, die ich nie vergessen werde. Wir müssen die Euphorie aus dem Spiel mitnehmen“, schwärmte auch Trainer Adi Hütter.

Nach dem holprigen Start beim DFB-Pokalsieger hatte der Österreicher schon einigen Gegenwind und Zweifel gespürt, ob er die richtige Wahl als Nachfolger des zum FC Bayern gewechselten Niko Kovac sei. „Vor ein paar Wochen hat es etwas anders ausgeschaut. Deshalb weiß ich diesen Sieg richtig einzuschätzen“, meinte Hütter, den seine Spieler schnell akzeptiert haben. „Wir sind eine pflegeleichte Mannschaft und kommen mit jedem Trainer zurecht“, sagte Kapitän Marco Russ. Trotz der imponierenden Leistung des Bundesligisten sieht Hütter Potenzial zur Steigerung.

Noch Lücken zu schließen

„Wir sind auf einem ordentlichen Weg, haben aber noch Lücken zu schließen“, befand Hütter. „Ich finde, man kann immer noch besser spielen.“ Mit dem 2:1 im ersten Spiel der Gruppen H bei Olympique Marseille sowie den 4:1-Siegen gegen Hannover 96 und Rom gelang schon mal eine starke Serie. „Hannover war der Befreiungsschlag, Rom das I-Tüpfelchen“, sagte Trapp. Nach dem europäischen Festtag muss sich die Eintracht schnell auf den Bundesliga-Alltag und die Partie am Sonntag bei 1899 Hoffenheim einstellen. „Wir müssen den Schalter umstellen. Es bringt uns nichts, wenn wir in die K.o.-Phase kommen und auf den Abstiegsrängen stehen“, warnte Innenverteidiger Russ. „Der Fokus muss trotz aller schönen Szenen und Bilder auf Hoffenheim liegen.“

Bloß nicht nachlassen, fordert auch Coach Hütter vor dem Duell auf Augenhöhe der beiden punkt- und torgleichen Tabellenelften. „Der Tabellenstand ist nicht so, dass wir super, super platziert sind“, erklärte er. „Die Mannschaft ist momentan in einem sehr guten Zustand. Dennoch beginnt es am Sonntag wieder alles bei null.“

In der Europa League ist dagegen die Tür zum Weiterkommen weit aufgestoßen. Mit sechs Punkten liegt Frankfurt vor Lazio Rom (3), Apollon Limassol und Marseille (je 1) vorn. „Wir haben uns eine Super-Ausgangsposition geschaffen, aber noch ist nichts erreicht“, mahnte Hütter. In den beiden Spielen gegen den FC Apollon könne man aber „den Sack zumachen“.

Für Frankfurt hat gegen den italienischen Erstligisten alles gepasst. Schon in der vierten Minute sorgte Verteidiger Danny da Costa für die Führung und krönte seine Leistung durch das 4:1 (90.+3). Filip Kostic (28.) und Luca Jovic (52.) erzielten die weiteren Eintracht-Tore. dpa

Info: Video unter morgenweb.de/fussball

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