Eintracht Frankfurt

Fußball Mit einem verdienten 2:1 Erfolg gegen Schalke 04 wahrt Frankfurt die Mini-Chance aufs internationale Geschäft

Eintracht arbeitet am Traum

Archivartikel

Frankfurt.Mit einem überzeugenden Auftritt gegen den FC Schalke 04 hat Eintracht Frankfurt die Mini-Chance auf das Erreichen der Europa League gewahrt und die Negativrekordserie der Knappen auf 14 sieglose Spiele am Stück verlängert. Beim verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg der Hessen trafen am Mittwoch André Silva in der 28. Minute und David Abraham (50.) für die über weite Strecken dominanten Hausherren.

„Wir sind absolut erleichtert nach dem Sieg, der zwischenzeitlich sehr souverän ausgesehen hat“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. „In diesen Zeiten nehmen wir gerne den Sieg mit, Pflicht erfüllt, endlich mal zuhause gewonnen“, fügte der frühere Torjäger an.

Das Tor von Weston McKennie (59.) war zu wenig für die biederen Gäste, die das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Can Bozdogan (77.) in Unterzahl beenden mussten. Frankfurt mischt mit nunmehr 41 Punkten noch einmal im Rennen um einen internationalen Startplatz mit, für Schalke (39 Zähler) dürfte Europa nach monatelanger Misere dagegen wohl endgültig Geschichte sein. „Unser Ziel muss es jetzt sein, die beiden letzte Spiele zu gewinnen und zu hoffen, dass die anderen patzen“, merkte Sebastian Rode nach seinem 100. Bundesliga-Spiel für Frankfurt an.

Trotz des zuletzt klaren 4:1-Sieges bei Hertha BSC veränderte Eintracht-Trainer Adi Hütter seine Startelf auf drei Positionen. Nach seinem Doppelpack in Berlin erhielt Silva im Angriff wieder den Vorzug vor Bas Dost und rechtfertigte das Vertrauen mit einer starken Leistung und seinem elften Saisontor. Zudem rückten Stefan Ilsanker und der zuletzt gesperrte Rode in die Anfangsformation. Die Eintracht übernahm sofort die Initiative. Nach einer Viertelstunde hätte sie zweimal in Führung gehen können, doch Danny da Costa und kurz darauf Daichi Kamada ließen beim Abschluss die nötige Präzision vermissen. Der Japaner, der im weiteren Spielverlauf seine fünfte Gelbe Karte sah und damit am Samstag in Köln fehlt, scheiterte zudem in der 22. Minute an Schalke-Torwart Alexander Nübel.

Frankfurter Dominanz

Die Gäste kamen kaum zur Entfaltung. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der ganz in Weiß spielenden „Königsblauen“ zu. Der Frankfurter Spielfreude hatte das Team von Trainer David Wagner wenig entgegenzusetzen.

Nach einer knappen halben Stunde wurde das unermüdliche Anrennen der Eintracht belohnt – ausgerechnet, als Schalke mal in der Vorwärtsbewegung war. Filip Kostic schickte Kamada auf dem linken Flügel, der bediente Silva, und der vom AC Mailand ausgeliehene Portugiese vollendete eiskalt zu seinem elften Saisontor. Zu diesem Zeitpunkt wies die Statistik 75 Prozent Ballbesitz für die Frankfurter aus.

Kurz nach der Pause erhöhte Abraham per Kopf nach einem Kostic-Freistoß auf 2:0. Doch plötzlich war es mit der Eintracht-Dominanz vorbei. Schalke traute sich nun öfter nach vorn und kam durch einen Kopfball von McKennie zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es nicht, weil Torschütze Abraham bei einem Schuss von Michael Gregoritsch (75.) auf der Linie klärte. dpa

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