Eintracht Frankfurt

Fußball Frankfurt will am Montag Sieglos-Serie beenden

Eintracht kämpft gegen Mainz-Fluch

Frankfurt.Tennisbälle, Toilettenpapier, Transparente – im Kampf gegen die ungeliebten Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga haben die Fans schon viel Einfallsreichtum bewiesen. Das wird wohl auch an diesem Montag so sein, wenn der FSV Mainz 05 den Nachbarn Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) zum brisanten Rhein-Main-Duell empfängt. Obwohl die Deutsche Fußball Liga bereits die Abschaffung der maximal fünf Bundesligapartien zum Wochenbeginn pro Spielzeit zur Saison 2021/22 beschlossen hat, planen die Mainzer Anhänger in der Anfangsviertelstunde einen Stimmungsboykott. Auf dem Rasen wird es dagegen von der ersten Minute an hoch hergehen. „Ein Derby ist emotional gesehen immer hochinteressant“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter am Sonntag. Und sein Mainzer Kollege Achim Beierlorzer betonte: „Die Mannschaft ist einfach heiß gegen Frankfurt zu spielen.“

Trotz des ungeliebten Termins werden rund 6000 Fans die Hessen begleiten. Wie sie hofft Hütter auf das Ende einer besonderen Negativserie: In elf Anläufen hat die Eintracht im nur 40 Kilometer entfernten Mainz noch nie einen Bundesligasieg landen können. „Wir wollen diese Serie endlich durchbrechen“, verkündete Hütter.

Dass die Mainzer vor rund zwei Wochen den Trainer ausgetauscht haben – für Sandro Schwarz kam der kurz zuvor beim 1. FC Köln entlassene Beierlorzer – macht die Aufgabe nicht leichter. „Wir haben für die Vorbereitung alle Spiele unter Schwarz ad acta gelegt“, berichtete Hütter. „Mainz spielt jetzt einen ganz anderen Fußball.“

Mut macht den Frankfurtern der 2:1-Sieg beim FC Arsenal in der Europa League. „Da hat die Mannschaft bewiesen, dass sie Mentalität und Charakter hat“, sagte Hütter. Beides ist in Mainz gefragt, um bei den Rheinhessen zu bestehen. Denn auch die Beierlorzer-Truppe hat nach dem 5:1 in Unterzahl bei der TSG 1899 Hoffenheim plötzlich ein breites Kreuz bekommen. „Jeder muss jetzt darauf brennen, das nächste Spiel zu spielen. Und das ist für uns das Derby“, sagte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder. Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als dem auf allen Feldern boomenden und längst zur unbestrittenen Nummer eins in der Region gewachsenen Rivalen ein Bein zu stellen. dpa

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