Eintracht Frankfurt

Fußball Schlüsselspiel gegen Lüttich in der Europa League

Eintracht unter Druck

Archivartikel

Frankfurt.Jung-Papa Frederik Rönnow kann seinen ersten internationalen Auftritt vor heimischer Kulisse kaum erwarten. „Es war unglaublich, was hier bei den Europapokalspielen im vergangenen Jahr los war. Im Stadion, aber auch in der ganzen Stadt. Das habe ich natürlich intensiv mitbekommen“, sagte der 27 Jahre alte Torwart von Eintracht Frankfurt vor dem Richtung weisenden Gruppenspiel in der Europa League gegen Standard Lüttich und ergänzte: „Deshalb freue ich mich, nun auch auf dem Platz stehen zu dürfen.“

Vor der Partie an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL/DAZN) steht der lange unbeachtete Ersatzmann des verletzten Nationaltorhüters Kevin Trapp plötzlich auf der Sonnenseite des Lebens. Vor einer Woche wurde Rönnow erstmals Vater. 38 Stunden später avancierte er beim 3:0 gegen Bayer Leverkusen zum gefeierten Spieler. Jetzt baut die Eintracht auch gegen den Tabellenzweiten der belgischen Jupiler League auf seine Klasse, die lange bezweifelt wurde. „Wir haben gewusst, dass er auf diese Chance wartet. Er hat sich immer korrekt verhalten, war immer für das Team da und hat immer hart trainiert“, lobte Eintracht-Trainer Adi Hütter.

Kampf um Platz zwei

Gegen Lüttich wird es aber nicht nur auf Rönnow ankommen, sondern auch auf die zuletzt ebenfalls überzeugende Offensivabteilung. Im Rennen um den zweiten Platz in der Gruppe F hinter dem souveränen Tabellenführer FC Arsenal muss die Eintracht möglichst einen Sieg erzielen, um sich ein Polster gegenüber dem punktgleichen Rivalen aus Belgien zu verschaffen. „Das sind die absoluten Schlüsselspiele um das Erreichen der Zwischenrunde. Wir wollen mit einem Sieg vorlegen und uns eine perfekte Ausgangsposition schaffen“, sagte Hütter mit Blick auf die beiden Lüttich-Duelle innerhalb von zwei Wochen.

Fraglich ist, ob André Silva dabei mithelfen kann. Portugals Nationalspieler laboriert an Achillessehnenproblemen, die ihn gegen Leverkusen zum Zuschauen zwangen. Hütter will erst am Spieltag entscheiden, „ob es Sinn macht“. dpa

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