Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht hält am Traum von der dritten Europa-League-Teilnahme in Folge fest / Trainer Hütter als Motivator

Frankfurter bleiben optimistisch

Archivartikel

Frankfurt.Adi Hütter wollte nicht lange darüber sinnieren, was für Eintracht Frankfurt in einer Saison mit Höhen und Tiefen bei mehr Konstanz möglich gewesen wäre. Zwar dürfen die Hessen nach dem 2:1 (1:0) gegen Schalke 04 immer noch von der dritten Europa-League-Teilnahme in Serie träumen, doch die Chancen bewegen sich zwei Spieltage vor Saisonschluss nur noch im Promillebereich.

Fünf Punkte beträgt der Rückstand der Frankfurter auf Rang sieben, der zur Qualifikation berechtigt. „Wenn eine Tür nach Europa offen ist, versuchen wir, da reinzustoßen“, sagte Eintracht-Coach Hütter. „Aber wir sind abhängig davon, was die Konkurrenz macht.“

Der Sieg der TSG 1899 Hoffenheim in Augsburg am Mittwochabend war Gift für die leisen Hoffnungen der Frankfurter, die sich zuvor gegen den seit 14 Spielen sieglosen FC Schalke 04 knapp eine Stunde lang in Gala-Form präsentiert hatten. Bis zum Gegentor von Weston McKennie (59. Minute) hatte Hütter „eine tolle Partie von uns gesehen. Wir haben Ball und Gegner gut laufen lassen und es nur versäumt, das dritte Tor zu erzielen.“ Beim zunächst dominanten und später zittrigen Auftritt demonstrierten die Hausherren, für die André Silva (28.) und David Abraham (50.) trafen, innerhalb von 90 Minuten ihre Stärken und Schwächen. „Wir haben das erste Mal seit langem wieder eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, die mir sehr viel Spaß bereitet hat“, lobte Hütter und fügte dann kritisch hinzu: „Dafür war die letzte halbe Stunde relativ schlecht.“

Die Partie war somit ein Spiegelbild der Spielzeit, in der es für die Hessen ständig Auf und Ab ging. „Natürlich haben wir zu viele Punkte liegengelassen und zu viele Gegentore kassiert, auf der anderen Seite aber auch jetzt schon fast so viele geschossen wie in der vergangenen Saison“, befand Hütter.

Dennoch stellte der 50 Jahre alte Österreicher seinen Schützlingen ein gutes Zeugnis aus. „Ich bin froh, was die Mannschaft leistet. Ich möchte daher nach 52 Spielen alleine in dieser Saison eine Lanze für sie brechen. Wir haben aus den vergangenen sechs Spielen 13 Punkte geholt, das ist Fakt und zählt für mich“, betonte Hütter.

Warten auf Fehler der Anderen

In den abschließenden Begegnungen am Samstag beim 1. FC Köln und eine Woche darauf gegen Absteiger Paderborn sollen möglichst sechs Zähler auf die Habenseite gebucht werden. „Das Ziel kann jetzt nur sein, noch sechs Punkte zu holen. Wir haben die Chance auf Europa, das ist überragend. Wir wollen unsere Arbeit machen und hoffen, dass die anderen Punkte lassen“, bekräftigte Abwehrspieler Martin Hinteregger. Denn so ganz hat der Tabellen-Neunte eine erneute Europa-Tour noch nicht abgeschrieben. Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der gegen Schalke seine 100. Bundesliga-Partie für die Eintracht absolvierte, gab für den Saison-Endspurt daher die Marschroute vor: „Jetzt müssen wir unsere Hausaufgaben machen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen, um noch auf Platz sieben zu kommen.“ dpa

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