Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht will sich für starke Auftritte belohnen

Frankfurter Finale

Frankfurt.Über sein erstes Jahr in der Bundesliga könnte Adi Hütter locker ein Buch schreiben. Die emotionale Achterbahnfahrt wird der Trainer von Eintracht Frankfurt so schnell nicht vergessen. Erst wurde der im Vorjahr als Nachfolger von Pokal-Champ Niko Kovac geholte Fußball-Lehrer nach einem Fehlstart als erste Trainerentlassung gehandelt, dann rockte er mit den Hessen die Europa League und etablierte das Team auch in der nationalen Spitzengruppe. „Was wir geleistet haben, hat sehr, sehr große Anerkennung gefunden, nicht nur in Deutschland“, befand Hütter.

In der Schlusspointe dieser Bundesliga-Saison droht nun aber der Sturz aus den internationalen Rängen – und die Eintracht am Ende mit leeren Händen dazustehen. Im Gastspiel beim FC Bayern München am Samstag (15.30 Uhr/Sky) benötigen die Hessen einen Punkt, um aus eigener Kraft ein weiteres Jahr in Europa spielen zu dürfen. Nach den höchst attraktiven Reisen will sich die Hütter-Truppe diesen Traum unbedingt erfüllen.

Jovic-Wechsel zu Real rückt näher

Nach den Patzern gegen Augsburg (1:3), Hertha BSC (0:0) und Mainz 05 (0:2) müssen die Frankfurter ausgerechnet bei den Bayern, für die es um nichts weniger als die Meisterschaft geht, die letzten Reserven mobilisieren. Passend zu einer irren Saison ist vor dem finalen Akt in München zwischen Platz vier (Champions League) und acht (gar nichts) alles drin. Der Wunsch von Sportvorstand Fredi Bobic ist daher verständlich: „Wenn es einen Freifahrtschein für die Champions League geben würde, wir hätten ihn uns verdient.“

Den gibt es natürlich nicht. Doch selbst bei einem Sturz aus den Europa-Rängen werden Momente dieser Saison im Gedächtnis bleiben. Mehr als 10 000 Fans fuhren mit nach Rom, 15 000 Anhänger begleiteten den Verein nach Mailand. Und in London feierten die Anhänger ihre Lieblinge noch Minuten nach dem dramatischen Aus im Halbfinale beim FC Chelsea voller Stolz.

Im Sommer steht Bobic viel Arbeit bevor. Die Stürmer Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic haben mit zahlreichen Toren Begehrlichkeiten anderer Vereine geweckt. Vor allem Jovic, dem 27 Pflichtspieltore und ein spektakulärer Fünferpack in der Bundesliga gelangen, wird mit seinen 21 Jahren quasi bei allen internationalen Top-Vereinen gehandelt. Angeblich soll der Wechsel des Serben zu Real Madrid schon in der nächsten Woche perfekt gemacht werden – was die Eintracht derzeit dementiert. dpa