Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht-Trainer rechnet sich gegen RB Leipzig einiges aus / Frankfurter warten seit vier Partien auf einen Sieg

Hütter wagt offensivere Gangart

Frankfurt.Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter will die Kritik an dem bisher mittelprächtigen Abschneiden in der Bundesliga mit einem Sieg gegen RB Leipzig beenden. „Wir brauchen einen außergewöhnlich guten Tag“, sagte der 50-jährige Österreicher vor der Fußballpartie am Samstag (18.30 Uhr/Sky). „Wir müssen alles in die Waagschale legen, um Leipzig zu schlagen.“

Bisher konnten die Sachsen in Frankfurt noch kein Spiel gewinnen. Allerdings ist der Champions-League-Teilnehmer so gut wie noch nie in eine Bundesligasaison gestartet: Fünf Siege, 16 Punkte und nur vier Gegentore sind jeweils Vereinsbestmarken nach sieben Spieltagen. Dagegen konnte die Eintracht keine der vergangenen vier Partien gewinnen. „Wir haben einige Punkte liegen gelassen“, befand Hütter, der trotz Tabellenrang elf weiterhin das Ziel Europa League anpeilt.

Allerdings hat er mit seinen Profis bis Weihnachten noch harte Arbeit vor sich. Bis einen Tag vor Heiligabend warten mit Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen gleich mehrere Hochkaräter. „Wir kriegen es mit Gegnern zu tun, die über sehr viel Qualität verfügen – das ist uns klar“, sagte der Coach. „Aber wir wollen mit diesen Herausforderungen wachsen. Wir wollen den Anschluss nach oben halten und gegen Leipzig gewinnen.“

Kostic Option für die Startelf

Bisher lief es bei den Frankfurtern nicht immer rund, vor allem die Chancenverwertung war eher mangelhaft. Hütter wird dabei angekreidet, zu wenig offensiv spielen zu lassen. Um dem „Mutlos-Vorwurf“ zu begegnen, schloss er die Umstellung auf ein 4-3-3-System gegen Leipzig nicht aus: „Das ist absolut eine Alternative.“ Sehr wahrscheinlich ist deshalb, dass der quirlige Außenstürmer Filip Kostic nach langer Pause wegen eines Sehnenanrisses wieder in die Startelf zurückkehrt. „Filip Kostic ist natürlich noch nicht in Top-Verfassung, hat zuletzt aber Spielpraxis bei der Nationalmannschaft gesammelt und präsentiert sich im Training sehr gut“, erklärte Hütter. Dafür wird Mittelfeldspieler Sebastian Rode wegen einer Sehnenentzündung ebenso fehlen wie Amin Younes, der nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne ist.

Angesichts des aktuellen Offensivproblems beim DFB-Pokalsieger von 2018 ist das Bedauern von Hütter, vor einem Jahr Max Kruse nicht an den Main geholt zu haben, besonders gut zu verstehen. Es habe Gespräche mit dem Management des beim 1. FC Union Berlin stark auftrumpfenden Ex-Nationalstürmers gegeben, sagte Hütter der „Bild“-Zeitung.

„Er wäre ein Spieler, der uns sicherlich gut tun würde mit seiner Kreativität. Ich hätte ihn gerne bei uns gesehen.“ Anstelle von Kruse habe man den Japaner Daichi Kamada geholt: „Wir haben in ihm einen Spieler gefunden, der ein anderer Typ ist, aber einer, den wir vielleicht eines Tages teuer verkaufen werden“. dpa

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