Eintracht Frankfurt

Fußball Frankfurt fährt mit dem genesenen Bas Dost zum schweren Auswärtsspiel nach Dortmund – und rechnet sich Chancen aus

Hütter will Dortmunds Schwäche nutzen

Frankfurt.Das schönste Geschenk zum 50. Geburtstag kann sich Adi Hütter mit Eintracht Frankfurt nachträglich selbst machen. Drei Tage nach seinem Ehrentag tritt der Österreicher mit seinem Team am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) bei Spitzenclub Borussia Dortmund an. Nach dem Jahresstart mit fünf Pflichtspielen ohne Niederlage soll die Serie möglichst auch gegen den BVB halten. „Wir kommen aus ihrer Sicht auch nicht gerade perfekt. Wir sind 2020 ungeschlagen“, sagte Hütter, der sich am Donnerstag über seine „erste Pressekonferenz mit 50“ amüsierte.

Die großen Dortmunder Namen wie Erling Haaland und Jadon Sancho sollen die Hessen dabei nicht zu sehr einschüchtern. Selbstbewusst sagte Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia der „Bild-Zeitung“: „Wir haben auch gegen Bayern mit Lewandowski oder Werner und Leipzig gewonnen.“ Nach dem fast perfekten Start in 2020, bei dem es auch ein 2:0 in der Liga und ein 3:1 im Pokal gegen RB Leipzig gab, kommentierte der Portugiese: „Wir sind in diesem Jahr ungeschlagen und das lässt uns mehr und mehr wachsen. Wir haben eine Chance.“

Personell hat Hütter zum Auftakt des 22. Spieltags keine großen Sorgen. Die zuletzt überragend aufgelegten Filip Kostic und Timothy Chandler können erneut über die Flügel wirbeln, als zusätzliche Option bietet sich der nach einer Magen-Darm-Erkrankung wieder genesene Bas Dost an. „Ich habe viele Ideen und viele Vorstellungen, und eine davon werde ich morgen ziehen. Mehr verrate ich nicht“, sagte Hütter. Eine Lösung mit zwei Stürmern ist gegen den BVB eher unwahrscheinlich, daher dürfte sich der Coach zwischen Dost und dem zuletzt formverbesserten André Silva entscheiden müssen.

Die Statistik aber verheißt nicht viel Gutes für die Eintracht: Der BVB ist als einziges Bundesliga-Team vor eigenem Publikum noch ungeschlagen, während Frankfurt gerade mal zwei von zehn Spielen in der Fremde gewonnen hat. „Die Trauben hängen ein bisschen höher. Wir werden trotz allem versuchen, dort ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel zu machen“, sagte Hütter. Den Druck sieht er deshalb auch nicht unbedingt bei seinem Team. „Dortmund muss gewinnen, wenn sie um die Meisterschaft spielen wollen. Wir wollen unseren Lauf fortsetzen. Deshalb wird es eine sehr, sehr interessante Partie“, meinte der Österreicher, der Mängel in der BVB-Defensive erkannt hat: „Sie haben schon einige Tore bekommen, kamen im Umschalten nicht gut zurück, und haben auch im Spielaufbau den Ball verloren, das ist untypisch für sie.“

Zu Taktik, Personal und Ausrichtung sagte Hütter standesgemäß wenig. Bis auf den zuletzt von der Bank gebrachten Sebastian Rode und dem zuletzt erkrankten Dost dürfte es aber kaum Härtefälle geben, da das Frankfurter Team bei den zwei Siegen in der vergangenen Woche überzeugte. Nach dem BVB-Gastspiel geht es für die SGE turbulent weiter: das Europa-League-Sechzehntelfinale bei RB Salzburg wartet schon am kommenden Donnerstag. 

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