Eintracht Frankfurt

Fußball Frankfurter Eintracht verlängert Vertrag mit Trainer vorzeitig um zwei Jahre / Positive Zeichen bei Spielgestalter Daichi Kamada

Hütters Erfolgshunger überzeugt Bobic

Archivartikel

Frankfurt.Eintracht Frankfurt will die Erfolgsgeschichte mit Cheftrainer Adi Hütter fortschreiben. „Wir sind glücklich über das Ja. Das ist ein guter Tag für uns alle“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic am Donnerstag zur vorzeitigen Verlängerung des am Ende der Saison 2020/21 auslaufenden Vertrags um zwei Jahre. Damit hat der hessische Fußball-Bundesligist wohl die wichtigste Personalentscheidung vor der neuen Spielzeit getroffen. In den vergangenen zwei Jahren sorgte Hütter mit der Eintracht besonders in der Europa League durch das Erreichen des Halb- und Achtelfinals für Furore. Außerdem führte er den Club ins Halbfinale des DFB-Pokals.

„In den vergangenen zwei Jahren haben wir hier gemeinsam viel erreicht. Ich bin unglaublich gerne hier in dieser wunderbaren Stadt Frankfurt bei der Eintracht und wir möchten die positive Entwicklung weiter vorantreiben“, sagte der 50-jährige Österreicher, der im Sommer 2018 vom Schweizer Meister Young Boys Bern an den Main kam. „Ich stehe jeden Tag mit einem Lächeln auf und erscheine hier gerne zur Arbeit“, so Hütter. „Es macht richtig Spaß dabei zu sein.“

Der ehrgeizige Coach will aber nicht nur Amüsement, sondern vor allem Erfolg auch über die Bundesliga hinaus haben. „Natürlich wollen wir wieder international dabei sein, betonte er. „Wir haben die Europa League aufgewertet. Da wollen wir wieder hin.“ Genau diese Einstellung schätzt Bobic an Hütter: „Adi ist ein noch besserer Trainer geworden und zugleich hungrig geblieben. Das begeistert mich an ihm und das brauchen wir auch.“

Umgekehrt ist für Hütter das Vertrauen wichtig, das der Club ihm und seinen Co-Trainern Christian Peintinger und Armin Reutershahn, mit denen die Verträge ebenfalls verlängert wurden, auch in schwierigen Phasen entgegengebracht hat. „Ich hatte nie das Gefühl, von den sportlich Verantwortlichen Druck bekommen zu haben, auch, wenn wir nur einen Punkt aus sieben Spielen geholt haben“, sagte Hütter zum großen Rückhalt in seiner bisherigen Amtszeit mit 105 Pflichtspielen.

Einen Namen gemacht

Dabei hatte er vor zwei Jahren als Nachfolger von Niko Kovac ein schweres Erbe angetreten. Sein Vorgänger hatte sich mit dem Sieg im DFB-Pokal und dem ersten Titel für die Frankfurter nach 30 Jahren verabschiedet. „Das war nicht einfach, wenn man unbekannt ist“, meinte Hütter. Mit dem langfristigen Vertrag bis 2023 für den nun bekannten und bei den Fans beliebten Coach hofft die Eintracht, sich weiterentwickeln zu können. „Ich sehe uns für die Zukunft gut aufgestellt“, meinte Bobic, der sich nun verstärkt um die Kaderplanung und weitere Neuverpflichtungen kümmern wird.

Dass der niederländische Stürmer Bas Dost vom FC Brügge umworben sein soll, bezeichnete er als Spekulationen. „Es gibt keinen Kontakt zu Brügge wegen Dost“, sagte Bobic und sprach von „ungelegten Eiern“. Zuversichtlich ist er, dass es bald zu einer Vertragsverlängerung mit dem japanischen Spielgestalter Daichi Kamada kommt: „Wir hoffen, bei Kamada bald Vollzug melden zu können. Die Gespräche sind gut, der Spieler ist glücklich. Es fehlen Nuancen.“ Die Bemühungen um weitere Neuverpflichtungen gestalten sich in der Corona-Krise jedoch nicht so einfach. 

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