Eintracht Frankfurt

Fußball Frankfurt ohne Top-Trio Rode, Gacinovic und Haller

Hungrige Eintracht

Archivartikel

Frankfurt.Auf dem Weg zum erstmaligen Einzug in die Champions League will sich Eintracht Frankfurt weder vom kriselnden Vizemeister FC Schalke 04 noch von Personalproblemen aufhalten lassen. „Natürlich träume ich davon, dass wir das historische Ziel erreichen“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem Auswärtsspiel am Samstag mit Blick auf die Tabelle. Sieben Spieltage vor dem Saisonende stehen die in diesem Jahr noch ungeschlagenen Hessen mit 49 Punkten als Vierter über dem Strich. „Und da wollen wir auch bleiben“, versicherte Hütter.

Obwohl in Sebastian Rode (Wade), Mijat Gacinovic (Ferse) und Stürmer Sebastien Haller (Bauchmuskel) gleich drei Topspieler fehlen, rechnet sich die Eintracht etwas aus. „Es liegen drei Punkte in der Luft, aber dafür braucht es eine gute Leistung“, sagte Hütter. Wer das verletzte Trio ersetzen wird, ließ er genauso offen wie sein Spielsystem.

Große Sorgen bereitet ihm der Ausfall ohnehin nicht. Denn der Kader ist breit genug, zumal die Defensivspieler David Abraham und Lucas Torró nach längerer Verletzungspause wieder fit sind. Zudem attestierte der Österreicher allen Spielern eine vorbildliche Trainingsarbeit. „Die Stimmung ist gut, kein einziger Spieler lässt sich hängen“, berichtete Hütter. Daher müsse er auch nicht auf die Euphoriebremse treten: „Die Mannschaft arbeitet hochfokussiert unter der Woche und hat Hunger auf mehr.“

„Das wird kein Honiglecken“

Die sportliche Krise des tief gefallenen Rivalen, der mit 26 Punkten als Tabellen-14. noch im Abstiegskampf steckt, interessiert den Eintracht-Trainer eher nicht. „Wir wollen unser Spiel durchziehen“, kündigte Hütter an. Einen entspannten Samstagnachmittag-Spaziergang erwartet der 49-Jährige aber nicht: „Das wird kein Honiglecken.“

Nach fünf Liga-Siegen in Serie ist die Adler-Brust aber breit. „Ich denke, dass wir eine große Chance in Gelsenkirchen haben, uns mit einem Sieg weiter vorne festzubeißen“, sagte Abwehrchef Makoto Hasebe. „Schalke ist eigentlich kein schlechtes Team, aber wenn wir unsere 100 Prozent auf den Platz bringen, werden wir auch gewinnen.“ Denn die Qualität der Mannschaft spricht klar für die Eintracht. dpa