Eintracht Frankfurt

Fußball Nach dem Pokalcoup gegen RB Leipzig wächst bei Eintracht Frankfurt wieder die Hoffnung auf das Finale in Berlin

Kampf, Leidenschaft, Euphorie

Archivartikel

Frankfurt.Die euphorisierten Fans sangen nach dem großen Pokal-Coup schon wieder von Berlin, Trainer Adi Hütter erinnerte sich an seinen ganz schweren Auftakt bei Eintracht Frankfurt. „Ich weiß noch, was in Ulm war, darum freue ich mich wirklich sehr“, sagte der Österreicher nach dem Einzug des hessischen Fußball-Bundesligisten durch das 3:1 (1:0) über Spitzenteam RB Leipzig. Mit Ausnahme des blamablen Erstrunden-Scheiterns beim Viertligisten SSV Ulm 1846 im August 2019 strebt die Eintracht nun den dritten Endspieleinzug in vier Jahren an.

„Dass die Fans das singen, ist verständlich, wenn man zweimal im Finale war. Es rinnt bis dahin noch genug Wasser den Main hinunter“, relativierte Hütter.

Dennoch: Der Sieg dank eines verwandelten Handelfmeters von André Silva und zwei Toren des derzeit überragenden Filip Kostic weckte in Frankfurt Erinnerungen an die großen Europa-Abende der vergangenen Jahre. Fast 50 000 lautstarke Fans und ein absoluter Spitzenclub, der von einer leidenschaftlichen Eintracht niedergekämpft wurde. Diesmal war es eben Leipzig statt Mailand, Marseille oder Rom.

„Es ist wichtig, dass wir bescheiden bleiben. Wir haben heute sicher einen Top-Gegner ausgeschaltet. Das tut uns allen gut“, sagte Hütter. Leipzigs zwischenzeitlicher Anschluss durch den eingewechselten Neuzugang Dani Olmo war zu wenig, um zehn Tage nach dem 0:2 in der Liga die nächste Niederlage in Frankfurt zu verhindern. „Sie haben das sehr leidenschaftlich gemacht. Frankfurt war den Tick galliger“, lobte Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann.

Die erste Halbzeit des RB-Viererpacks mit je zwei Spielen gegen Leipzig und Salzburg ist für die Eintracht damit perfekt gelaufen und macht Mut für die Europa-League-Duelle mit Österreichs Meister am 20. und 27. Februar. „Es ist sehr wichtig für uns. Wir haben gezeigt, dass wir uns mit den besten Mannschaften messen können“, sagte Kostic. dpa

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