Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht Frankfurt liebäugelt mit Europacup

Kovac und die Punkte „im stillen Kämmerlein“

Frankfurt.Zwei Punkte Rückstand auf einen Europa-League-Platz. Elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Das ist die komfortable Ausgangsposition, aus der heraus Eintracht Frankfurt am Samstag gegen den SC Freiburg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga startet.

Viele Fans träumen bei dieser Aussicht von einer Rückkehr in den Europacup. Trainer Niko Kovac (Bild) dagegen schaut in der Tabelle nach wie vor zuerst nach unten. „Wir wollen die gute Hinrunde, die wir hatten, bestätigen. Wir wollen aber vor allem schnell die Punkte holen, die wir brauchen, um eine ruhige Saison zu spielen“, sagte er. „Und wenn dann noch etwas Zeit bleibt, wollen wir gern die Punkte holen, die jetzt noch in einem stillen Kämmerlein schlummern.“

So weit, dass er ernsthaft einen Einbruch wie in der Rückrunde der vergangenen Saison befürchtet, reicht Kovac’ Skepsis allerdings nicht. „Die Mannschaft ist gefestigter als im letzten Jahr“, sagte er. „Wir haben eine sehr breit aufgestellte Mannschaft. Wir werden eine fußballerisch bessere Rückrunde spielen als im letzten Jahr.“

Vor allem die personellen Vorzeichen sind bei der Eintracht deutlich besser als noch im Januar 2017. Damals verletzte sich ein Leistungsträger nach dem anderen. Diesmal ist es genau umgekehrt. Omar Mascarell dürfte am Samstag gegen Freiburg sein erstes Bundesliga-Spiel in dieser Saison bestreiten. Fast neun Monate hatte der Spanier wegen einer Achillessehnen-Verletzung gefehlt. „Er ist fit. Er wird keine Probleme mehr haben“, sagte Kovac.

Ganz so weit ist Marco Fabian nach seiner Bandscheiben-Operation noch nicht. „Er denkt, wenn er zu 100 Prozent gesund ist, ist er auch zu 100 Prozent fit. Dem ist aber nicht so“, sagte der Trainer über seinen spielstarken Mexikaner. „Er brennt. Wir hätten ihn auch lieber schon gestern wieder dabei gehabt. Er braucht aber noch etwas Zeit. Wir wollen ihn so aufpäppeln, dass wir ihn ab dem 1. Februar wieder zur Verfügung haben.“

Weitere Rückkehrer

Bis dahin sollen auch David Abraham in der Abwehr und Ante Rebic im Angriff wieder fit sein. Der eine hat noch immer Wadenprobleme, den anderen bremsen die Folgen einer schweren Erkältung. Zumindest gegen Freiburg dürften beide „noch keine Alternative sein“, sagte Kovac.

Dennoch ist sich der Frankfurter Trainer sicher: „Wir haben die kurze Vorbereitungszeit sehr gut genutzt. Körperlich sind wir auf einem sehr guten Niveau. Technisch und taktisch haben wir auch einen Schritt nach vorn gemacht.“

Vor Freiburg hat Kovac großen Respekt. Und dass nicht nur, weil der SC drei der vergangenen fünf Duelle in der Commerzbank Arena gewann. „Freiburg ist ein sehr unbequemer Gegner, der sehr große Fortschritte gemacht und viele Punkte geholt hat“, sagte er. dpa (Bild: dpa)