Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht Frankfurt will Sportvorstand nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen

Punkte als Präsent für Bobic

Archivartikel

Frankfurt.Am Freitagmorgen griff Adi Hütter zum Telefon und gratulierte Sportvorstand Fredi Bobic zu dessen 49. Geburtstag. Im Heimspiel gegen Werder Bremen an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) will der Trainer von Eintracht Frankfurt mit seiner Mannschaft das passende Geschenk in Form von drei Punkten nachreichen. „Wir möchten eine Reaktion zeigen auf das 0:5 in München und das Spiel unbedingt gewinnen“, betonte Hütter.

Nach der deftigen Pleite beim Rekordmeister verspricht der Österreicher für das Duell mit den punktgleichen Bremern eine deutliche Leistungssteigerung. „Das Spiel ist abgehakt. Wir werden ein komplett anderes Bild sehen“, sagte der 50-Jährige.

Abraham ersetzt Tuta

Trotz des Rückschlages bei den Bayern will sich Hütter treu bleiben und seine Startelf kaum verändern. Fest steht lediglich, dass Kapitän David Abraham nach seinem Ausfall wegen Knieschmerzen wieder von Beginn an spielen wird. Der 34 Jahre alte Argentinier, der in der Winterpause höchstwahrscheinlich in seine Heimat zurückkehrt, ersetzt den verletzten Brasilianer Tuta auf der rechten Abwehrseite.

Der Partie gegen Werder misst Hütter große Bedeutung zu, können sich die Hessen mit einem Sieg doch in der erweiterten Spitzengruppe etablieren. Ein Spiel mit richtungweisendem Charakter also. „Es ist momentan schwierig zu sagen, wo wir in der Liga stehen. Grundsätzlich habe ich aber ein gutes Gefühl“, sagte Hütter.

Auch seine Spieler schielen in der Tabelle eher nach oben als nach unten. Stürmer André Silva sprach zuletzt sogar offen von der Königsklasse. „Ich glaube, dass wir das Level für die Qualifikation zur Champions League haben“, sagte der portugiesische Nationalspieler in einem Interview bei Sport1. „Ich träume davon, dieses große Ziel mit der Eintracht zu erreichen.“

Solche forschen Töne sind ganz im Sinne von Hütter, der immer den Erfolg anstrebt. Das soll sein Team auch gegen Werder unter Beweis stellen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Bremer sind seit vier Spielen unbesiegt und haben in Frankfurt zuletzt zweimal nicht verloren. Dennoch ist Hütter sicher: „Werder kann man zuhause schlagen.“

Zumal die Hanseaten mit großen personellen Sorgen im Angriff in die Mainmetropole reisen. Definitiv fehlen werden Niclas Füllkrug (Wadenverletzung) und Davie Selke (Leistenprobleme). Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Yuya Osako. Die Knieverletzung des Japaners, der am Sonntag gegen Hoffenheim ausgewechselt werden musste, ist zwar nicht so schlimm wie befürchtet. Ein Einsatz in Frankfurt könnte aber dennoch zu früh für Osako kommen.

Ein Sieg der Eintracht würde auch Bobic freuen, mit dem Hütter nach eigener Aussage ein professionelles und freundschaftliches Verhältnis pflegt. „Wir sind nicht immer einer Meinung, aber wir tauschen uns konstruktiv aus“, sagte Hütter und lobte die Arbeit des Sportvorstandes: „Er hat die Eintracht mit Akribie und Geschick auf ein höheres Niveau gebracht und bewiesen, dass er wichtig ist für diesen Verein.“

Bedauern über leere Ränge

Auf die Unterstützung von den Fans müssen Bobic, Hütter und die Profis am Samstag allerdings verzichten. Wegen der enorm gestiegenen Corona-Fallzahlen muss das Spiel vor leeren Rängen stattfinden. Zum Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld waren noch 6500 Zuschauer, gegen die TSG 1899 Hoffenheim am dritten Spieltag sogar 8000 Zuschauer durch das Gesundheitsamt Frankfurt zugelassen worden.

Hütter bedauert zwar die Rückkehr zu Geisterspielen wie in der Schlussphase der Vorsaison, sieht es aber gleichzeitig als Privileg an, „dass wir unseren Job weiter ausüben können“. Hütters Wunsch: „Ich hoffe, dass der Spuk irgendwann vorbei ist.“ dpa

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