Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt Erst ein Hattrick des kroatischen Vizeweltmeisters in der Schlussphase bringt den Favoriten auf Kurs / Kevin Trapp feiert Comeback

Rebic verhindert die drohende Pokal-Blamage

Mannheim.Seine Rückkehr ins Eintracht-Tor hatte sich Kevin Trapp stressfreier vorgestellt. Gut zehn Minuten waren im Carl-Benz-Stadion gespielt – und der Nationalkeeper hatte schon zwei Mal hinter sich greifen müssen. Ein Alptraum-Start nach seiner festen Verpflichtung von Paris Saint-Germain am Mittwoch. „Wir haben in der Anfangsphase taktisch viel falsch gemacht und sehr viele Lücken gelassen. Nach dem 0:2-Rückstand wurde es extrem schwer“, sagte Trapp.

Die Frankfurter mussten alles aufbieten, um den aufmüpfigen Drittligisten SV Waldhof mit einem Schlussspurt durch einen Hattrick von Ante Rebic innerhalb von zwölf Minuten (76., 82., 88.) letztlich doch noch mit 5:3 (2:2) in Schach zu halten. „In der 72. Minute ist mir schon kurz mal der Atem gestockt“, berichtete Trainer Adi Hütter von seiner Reaktion auf den 2:3-Rückstand durch Jan Hendrik Marx’ großartigen Fernschuss. Es drohte die nächste Pokal-Blamage für den Europapokal-Teilnehmer nach dem 1:2 im Vorjahr bei Regionalligist Ulm. Doch dann drehte zum Glück für die Eintracht Rebic mir drei Toren in der Schlussphase auf. „So eine Qualität ist dann nur schwer zu verteidigen“, gestand der Waldhöfer Max Christiatiansen.

Rüffel für da Costa

Coach Hütter hatte dennoch viel zu kritisieren: Primär die Schlafmützigkeit der Hessen in der Anfangsphase, die in einem verdienten 0:2-Rückstand resultierte. Oder der pomadige Auftritt des zur Pause ausgewechselten Danny da Costa, aber auch der lange lustlose Vortrag des späteren Matchwinners Rebic. „Hütter war in der Pause richtig sauer“, erzählte Abwehrchef Makoto Hasebe.

Zukunft des Kroaten bleibt offen

In der zweiten Halbzeit trat die Eintracht dann viel dominanter auf, hatte etliche Chancen, die der starke Waldhof-Schlussmann Markus Scholz vereitelte. „Er hat überragend gehalten“, lobte Hütter. Nach dem Tor zum 2:3 zeigten die Hessen dann eine echte Energieleistung. „Man muss sagen, dass das Spiel nur Gewinner hatte. Es war ein richtiger Pokalfight“, bilanzierte Sportdirektor Bruno Hübner: „Waldhof Mannheim hat das richtig gut gemacht und uns gerade in der ersten Halbzeit alles abverlangt. In der ersten Runde im DFB-Pokal zählt aber nur das Weiterkommen. Das haben wir geschafft, mit einer ordentlichen Leistung zum Schluss hin.“

Die wechselhafte Vorstellung Rebics war indes auch Hübner nicht entgangen. „Man hat gesehen, dass er den Unterschied ausmachen kann. Aber Ante muss auch die Zweikämpfe annehmen, dann ist er besser im Spiel drin. Er muss auch immer an seine Leistungsgrenze gehen“, formulierte der Eintracht-Manager eine leicht verklausulierte Kritik.

Noch immer ist offen, ob der kroatische Vizeweltmeister in Frankfurt bleiben wird. „Stand heute ist er Spieler der Eintracht“, sagte Trainer Hütter nur zu dem Dauerbrenner-Thema. Sportdirektor Hübner ergänzte: „Wir sind nach wie vor optimistisch, dass er bleiben wird.“

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