Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht Frankfurt hadert nach dem schmeichelhaften 1:1 bei Fortuna Düsseldorf mit der eigenen Leistung

Schonungslose Selbstkritik

Archivartikel

Düsseldorf.Selbst der ganz späte Ausgleich konnte Spieler und Trainer der Frankfurter Eintracht nicht besänftigen. „Keine Frage, dass es ein glücklicher Punkt war. Die Leistung ärgert uns alle und war nicht ausreichend. Wir haben vermissen lassen, was wir in den vorangegangenen beiden Spielen gut gemacht haben“, monierte Torhüter Kevin Trapp nach dem 1:1 der Hessen bei Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf am Samstag. Nach dem erfolgreichen Rückrundenauftakt mit Siegen über Hoffenheim und Leipzig kehrte Ernüchterung ein – trotz des Punktgewinns in letzter Sekunde.

„Es war ein absolut glücklicher Punkt. Mit dem Ende bin ich zufrieden, aber die Leistung war nicht gut“, sagte auch Trainer Adi Hütter. Außenbahnspieler Timothy Chandler traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:1, zuvor hatte Verteidiger Kaan Ayhan die Fortuna in Führung gebracht und dem neuen Trainer Uwe Rösler kurzzeitig Hoffnung auf ein perfektes Debüt gemacht. Rösler beerbte unter der Woche Routinier Friedhelm Funkel, von dem sich die Rheinländer auf Tabellenplatz 18 stehend trennten.

Hütter hatten die sechs Punkte zum Start ins Jahr 2020 große Hoffnung gemacht, das sportliche Tief aus der Hinserie endlich hinter sich zu lassen. Davon war am Samstag in Düsseldorf wenig zu sehen. „In unserer Situation ist es wichtig, den Punkt mitzunehmen, auch wenn wir mal schlecht spielen“, befand er. Der Österreicher muss sein Team nun auf wegweisende Wochen vorbereiten. Bereits am Dienstag (18.30 Uhr) hofft Leipzig im Pokal auf eine schnelle Revanche für die 0:2-Niederlage in der Bundesliga in Frankfurt. Danach warten die Europa-League-Sechzehntelfinals gegen RB Salzburg auf die Hessen, die sich auf internationaler Bühne besonders gerne präsentieren und im Vorjahr erst im Halbfinale am FC Chelsea scheiterten. In der Liga ist der Abstand nach unten komfortabel – aber auch nach oben groß, weil gegen die abstiegsbedrohten Teams nicht konsequent genug gepunktet wird.

Pokalduell mit Leipzig am Dienstag

„Das Beste an diesem Spiel war das Ergebnis. Wir haben vieles vermissen lassen, was wir in den vergangenen beiden Spielen gezeigt und gut gemacht haben“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner. Den Punktgewinn nannte er „unglaublich wichtig“. Im Dezember hatte die Eintracht bei Niederlagen gegen Köln und in Paderborn schon wichtige Zähler gegen schlagbare Gegner gelassen.

Nun gilt der Fokus dem Pokalduell mit Leipzig. „Da gibt es kein Taktieren. Wir haben gezeigt, dass wir Leipzig schlagen können, und werden auch am Dienstag erneut alles daran setzen“, kündigte Hübner selbstbewusst an. Torhüter Trapp mahnte nach dem mäßigen Auftritt eine Steigerung an: „Es wird immer solche Tage geben, aber wir müssen kapieren, dass das von unserer Seite zu wenig war.“ lhe

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