Eintracht Frankfurt

Fußball Eintracht ohne Fans zur Partie in Lüttich

Stille nach der Party

Lüttich.Auf die Europa-Spezialisten von Eintracht Frankfurt wartet ein ordentlicher Kulturschock. Nach der völlig losgelösten Fußball-Party vor über 50 000 Menschen beim fulminanten 5:1 gegen den FC Bayern wird an diesem Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN) bei Standard Lüttich alles anders sein. Keine Frankfurter Schals, Fahnen und Gesänge, stattdessen eine leere Kurve, wo sonst im Auswärtsblock regelmäßig Hochstimmung herrscht: Den riesigen Schritt in Richtung Europa-League-Zwischenrunde muss die Elf von Trainer Adi Hütter aufgrund des Auswärtsbanns ohne seine Anhänger machen.

Schlimmer noch: Wegen einer Verbotsverfügung wird Lüttich für die Eintracht-Fans von Dienstagnachmittag bis Freitag (12 Uhr) zur verbotenen Stadt.

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann hält die Verfügung für „rechtlich hochgradig fragwürdig“, rät den eigenen Fans wegen der fehlenden juristischen Handhabe in der kurzen Zeit aber von einer Lüttich-Reise ab. „Wer das Spiel oder die Stadt dennoch besucht, läuft Gefahr, abgewiesen zu werden und den Heimweg antreten zu müssen“, sagte Hellmann.

Die Europäische Fußball-Union hatte die Eintracht-Fans im Oktober für zwei internationale Auswärtsspiele ausgeschlossen, nachdem sich diese in Guimarães zum wiederholten Male Randale geleistet und dabei unter anderem mit Sitzschalen nach den Heim-Fans geworfen hatten.