Eintracht Frankfurt

Fußball Bei Hertha BSC Berlin Reaktion der Eintracht gefordert

Wieder in die Spur bringen

Frankfurt.Als Psychologe war Adi Hütter nach dem Ende der Erfolgsserie von Eintracht Frankfurt nicht gefragt. „Das sollte nach der ersten Niederlage nach zwei Monaten auch nicht passieren“, sagte der Trainer des hessischen Fußball-Bundesligisten vor dem Gastspiel bei Hertha BSC am Samstag (18.30 Uhr).

Im Gegenteil: Die Spieler brennen bei der Rückkehr nach Berlin, wo sie im Mai im DFB-Pokal triumphiert hatten, auf Wiedergutmachung für das 1:2 in der Vorwoche gegen den VfL Wolfsburg. Zu einer Verunsicherung bei den Eintracht-Profis hat die erste Niederlage nach zuvor elf ungeschlagenen Pflichtspielen nicht geführt, weshalb Hütter auf eine starke Vorstellung seines Teams hofft. „Es geht mir darum, eine Reaktion auf die Niederlage zu zeigen. Dazu bedarf es einer Topleistung von der ersten Minute an“, sagte der Österreicher.

Abstände zu groß

Den misslungenen Heimauftritt am vergangenen Sonntag hat der 48-Jährige knallhart analysiert und an kleinen Stellschrauben gedreht. Bei seinen Spielern stieß er auf offene Ohren. „Es geht nicht darum, dass ich ein paar Kniffe anwende, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Wir haben einfach ein paar Sachen nicht gut hinbekommen“, sagte Hütter im Rückblick.

Lösungsansätze präsentierte er postwendend. „Die Abstände in der Tiefe und Breite waren zu groß. So konnte sich der Gegner immer wieder aus der Umklammerung lösen. Da haben wir im Training angesetzt“, berichtete Hütter. Alles hinterfragen wollte er nicht. „Ich mache mir keine Gedanken, wenn man einmal verloren hat, alles auf den Kopf zu stellen, was vorher zwei Monate funktioniert hat“, betonte er.

So wird er vermutlich auch nicht seine Grundordnung ändern. Auch in Berlin will er attraktiv nach vorne spielen lassen. „Wir haben einen Matchplan. Wir können aber nicht ins offene Messer laufen, dafür ist die Hertha zu konterstark. Wir müssen die Tiefe im Griff haben und können dann nach vorne Akzente setzen“, sagte Hütter. dpa