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Eishockey Leon Draisaitl sorgt in der NHL wieder für Furore mit den Edmonton Oilers / 13 Treffer in den ersten 15 Saisonspielen

Auf dem besten Weg zur Legende

Pittsburgh.Leon Draisaitl wird für die Edmonton Oilers wieder einmal zum Matchwinner in der Verlängerung. Der Ausnahmestürmer ist in herausragender Form – und erreicht eine Marke der Oilers-Ikone: Wieder einmal wird Draisaitl mit dem legendären Wayne Gretzky verglichen.

Als erster Edmonton-Profi seit der kanadischen Oilers-Ikone 1987 traf der Nationalstürmer in den ersten 15 Saisonspielen der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga 13 Mal. Es ist eine Quote, die Draisaitls Weltklasse eindrucksvoll hervorhebt.

Der 24-Jährige war am Samstag nicht zu stoppen und führte die Oilers mit einem herausragenden Treffer zum 2:1-Sieg in der Verlängerung bei den Pittsburgh Penguins. „Wenn du gewinnst, macht es Spaß. Es ist ein wichtiger Sieg für uns“, resümierte Draisaitl.

Dass er in der Scorerwertung der NHL in der Nacht zum Sonntag seinen Spitzenplatz verlor und auf den zweiten Platz hinter Bostons David Pastrnak abrutschte, dürfte ihn nicht stören. 13 Mal hat der gebürtige Kölner nun getroffen, 13 Mal zudem den entscheidenden Pass für Treffer seiner Teamkollegen gespielt. Auch diese 26 Scorerpunkte zu diesem frühen Zeitpunkt der NHL-Saison hat für die Oilers lange keiner mehr geschafft. Auf 26 Scorerpunkte in den ersten 15 Spielen kam für Edmonton zuletzt Mark Messier vor 30 Jahren.

„Wir hätten es uns viel leichter machen können, aber zwei Punkte sind zwei Punkte“, sagte Draisaitl mit Blick auf die Verlängerung. Bevor es in die Overtime ging hatte er aus Aberglaube seinen Schläger gewechselt. Mit einem Solo aus dem Verteidigungsdrittel machte der Nationalstürmer dann nach 2:37 Minuten alles klar. Hinter Goalie Mike Smith wurde Draisaitl zum zweitbesten Spieler des Spiels bestimmt.

Das Duell mit seinem Eishockey-Kumpel Dominik Kahun fiel jedoch aus. Der Flügelstürmer wurde nicht in den Penguins-Kader berufen, obwohl ihm in den vergangenen zwei Partien vier Scorerpunkte für Pittsburgh gelangen. Grund für seine Nichtberücksichtigung war die Rückkehr des russischen Superstars Jewgeni Malkin.

An der Spitze der Pacific Division

Draisaitl wurde schon zu seinen Zeiten in der kanadischen Juniorenliga der Spitzname „The German Gretzky“ verpasst – in Anlehnung an Wayne Gretzky, der mit vier Stanley-Cup-Siegen in den 1980er Jahren einst zum besten Spieler der Welt wurde. Vom Titel in der NHL träumt auch Draisaitl. Davon war Edmonton in den vergangenen Jahren aber weit entfernt.

Momentan führen die Oilers die Pacific Division an und scheinen eine deutlich bessere Rolle spielen zu können als zuletzt. Draisaitl selbst ist auf bestem Wege, seine herausragende Vorsaison mit 50 Toren und 55 Vorlagen – die beste eines deutschen Eishockey-Spielers in der NHL – noch einmal zu toppen.

Ohne die beiden deutschen Eishockey-Profis Thomas Greiss und Tom Kühnhackl haben die New York Islanders unterdessen ihre Siegesserie in der nordamerikanischen Profiliga NHL ausgebaut. Derick Brassard sorgte im Duell bei den Buffalo Sabres nach sechs Minuten dafür, dass die Islanders mit 1:0 die Oberhand behielten und nun schon neun Spiele nacheinander gewonnen haben. Keeper Greiss musste seinem Teamkollegen Semyon Varlamov den Vortritt lassen, Kühnhackl fehlte wegen Verletzung. Ebenfalls nicht zum Einsatz kam Torhüter Philipp Grubauer bei der 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)-Auswärtspleite der Colorado Avalanche bei den Arizona Coyotes. dpa

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