Eishockey

Eishockey Tabellenfünfter überrascht die Konkurrenz

Außenseiter Bremerhaven muckt auf

Bremerhaven.Der Eishockey-Außenseiter wird mutig: Die Spieler der Fischtown Pinguins träumen vom Titel, die Stars bleiben und erstmals winkt die direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale. „Ich bin ehrlich: Damit habe ich nicht gerechnet. Wir haben Eishockey gezeigt, das mehr denn je begeistert“, sagte Team-Manager Alfred Prey.

In seiner vierten Saison in der Deutschen Eishockey Liga steht der Club, der mit offiziell 4,5 Millionen Euro den kleinsten Etat besitzt, vor der vierten Qualifikation zur K.o.-Runde. Als Tabellenfünfter hat der Verein aus Bremerhaven neun Spiele vor dem Ende der regulären Runde zum ersten Mal die Chance, direkt ins Viertelfinale einzuziehen. Mit den Erfolgen wächst der Mut. „Wir sind so weit, dass wir sagen können: Es reicht uns nicht, ins Viertelfinale zu kommen. Wir können in Zukunft noch viel mehr erreichen – auch wenn es natürlich sehr schwer wird“, sagte Angreifer Jan Urbas der „Nordsee-Zeitung“.

21 Punkte vor den Kölner Haien

Urbas gehört zu den herausragenden Profis in der Seestadt. Der Slowene führt mit 22 Treffern die Torjägerliste der DEL an. In der Vergangenheit wäre es üblich gewesen, dass ein Spieler vom Format des zweifachen Olympia-Teilnehmers nach der Saison zu einem zahlungskräftigeren Liga-Konkurrenten gegangen wäre. Doch Prey gelang es nach zahlreichen Abgängen in den Vorjahren, den von sämtlichen Top-Teams umworbenen Stürmer zu halten.

Finanziell können die Fischtown Pinguins eigentlich mit keinem DEL-Club mithalten. Allein die Qualifikation für die Pre-Play-offs (Platz sieben bis zehn) wäre „wie eine Meisterschaft“, betonte Prey. 21 Punkte beträgt der Vorsprung auf die elftplatzierten Kölner Haie, die fast über den dreifachen Etat verfügen. „Da muss schon sehr viel in die Hose gehen“, merkte der sonst sehr zurückhaltende Manager an. 

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