Eishockey

Eishockey NHL startet den Kampf um den Stanley Cup unter strengen Hygiene-Richtlinien in Kanada

Leon Draisaitl bis zu zehn Wochen in der Blase

Edmonton/Toronto.Für Eishockey-Topstar Leon Draisaitl beginnt ab Samstag die Jagd nach Titeln. Nach der Coronavirus-Unterbrechung nimmt die nordamerikanische Profiliga NHL wieder ihren Betrieb auf – und Draisaitl hofft mit seinen Edmonton Oilers auf das Stanley-Cup-Finale. Der 24-Jährige will nach dem Gewinn der Art-Ross-Trophy für den besten Scorer (43 Tore/ 67 Vorlagen) der Vorrunde auch noch die Ehrung zum wertvollsten Spieler der NHL-Saison (Hart Memorial Trophy) und den von den NHL-Profis gewählten Ted Lindsay Award für den herausragenden Spieler abräumen.

Doch zuvor wird in zwei kanadischen „Blasen“ die am 12. März unterbrochene Spielzeit mit strengen Hygiene-Richtlinien fortgesetzt. „Ich bin persönlich ganz glücklich damit, wie das Format jetzt ist“, sagte Draisaitl.

Wo finden die Partien statt?

In zwei kanadischen Städten, den sogenannten Hub Cities. Der Grund: In Kanada sind die Zahlen der Coronavirus-Infektionen deutlich niedriger als in den USA. Die Teams der Eastern Conference spielen in Toronto, in der Halle der Maple Leafs. Die Mannschaften der Western Conference werden in Edmonton auf Torejagd gehen. In der Heim-Arena von Draisaitl finden auch die beiden Conference-Finals und die Endspiele statt. Alle Matches finden ohne Zuschauer statt.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Die Qualifikation startet am 1. August. Am 11. August beginnt die erste Play-off-Runde, die zweite am 25. August. Die Conference-Finals starten am 8. September. Das erste Stanley-Cup-Finale steigt am 22. September. Spätestens am 4. Oktober gibt es einen Champion.

Wo halten sich die Teams auf?

Die 24 Mannschaften befinden sich während des Turniers in einer sogenannten Blase. Keiner der maximal 50 Mitglieder eines Teams darf den Hygienebereich während der Spiele verlassen. Profis von Mannschaften, die bis ins Finale kommen, werden daher knapp zehn Wochen isoliert von der Außenwelt leben. Erst zu den Conference-Finals ist Familienbesuch möglich. Trotzdem sind alle Stars dabei.

Wie wird auf das Coronavirus getestet?

Die Mannschaften werden täglich getestet. Gibt es einen Corona-Fall, wird der Akteur isoliert. Namen werden allerdings nicht veröffentlicht.

Welche deutschen Profis sind dabei?

Neben Topstar Draisaitl (Edmonton Oilers) stehen auch Tobias Rieder (Calgary Flames), Korbinian Holzer (Nashville Predators), Nico Sturm (Minnesota Wild), Tom Kühnhackl und Torhüter Thomas Greiss (beide New York Islanders) sowie Keeper Philipp Grubauer (Colorado Avalanche) in den Kaderlisten.

Werden die Partien in Deutschland übertragen?

Der Streamingdienst DAZN zeigt fast täglich Live-Spiele. Der Pay-TV-Sender Sport1+ überträgt ebenfalls. dpa

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