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Eishockey Der frühere Jungadler-Spieler ist einer der drei Nominierten für den Ted-Lindsay-Award als wertvollster NHL-Profi

Leon Draisaitl setzt zu neuem Höhenflug an

Archivartikel

Edmonton.Topscorer Leon Draisaitl ist vor der Rückkehr der NHL aufs Eis nun auch offiziell einer der derzeit drei besten Spieler in der stärksten Eishockey-Liga der Welt. Gemeinsam mit Nathan MacKinnon von den Colorado Avalanche und Artemin Panarin von den New York Rangers ist der 24 Jahre alte Kölner einer der Nominierten für den Ted-Lindsay-Award für den wertvollsten Spieler der NHL-Hauptrunde – eine Auszeichnung, die noch kein Deutscher bekommen hat. Schon der Gewinn der Art-Ross-Trophy als bester Scorer der Liga war eine Premiere aus deutscher Sicht.

„Es sind komische Zeiten gerade. Aber es ist immer schön, in der Liga und unter den Spielern anerkannt zu sein. Das ist toll für alle drei von uns“, sagte Draisaitl in einer gemeinsamen Videoschalte mit dem Kanadier MacKinnon und dem Russen Panarin. Die Stimmen für die Wahl kommen von den NHL-Profis.

Die Auszeichnung als Topscorer der NHL holte sich Draisaitl bereits mit beeindruckenden Werten, seither galt der Angreifer der Edmonton Oilers mindestens als Mitfavorit auf den MVP-Titel. In nur 15 von 71 Spielen blieb er in dieser Saison ohne direkte Torbeteiligung und kam auf insgesamt 110 Punkte.

Damit zählt er auch offiziell zu den erfolgreichsten deutschen Sportlern in den USA. Dirk Nowitzki wurde NBA-Champion, Sebastian Vollmer hat den Super Bowl gewonnen – einen Topscorer aus Deutschland gab es noch nie. „Natürlich ist das eine große Ehre für mich und auch etwas ganz Besonderes. Aber ohne meine Mitspieler wäre das natürlich nicht möglich gewesen“, sagte der frühere Jungadler-Spieler damals. Und auch vom ehemaligen Bundestrainer gab es großes Lob: „Vielleicht nicht von den Punkten her, aber rein spielerisch gesehen wird er noch besser. Er wird ein noch besserer Spieler werden, weil er eben noch so jung ist“, sagte Marco Sturm über den 24-Jährigen.

„Wir arbeiten sehr hart daran, die Spieler zu sein, die wir heute sind. Das beginnt in einem jungen Alter. Ich bin mit 16 hier her gekommen, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich zurechtgefunden habe“, sagte Draisaitl über seine Entwicklung der vergangenen Jahre in der gemeinsamen Videoschalte mit den beiden anderen nominierten Profis. „Ich hatte tolle Spieler und Trainer um mich, die mich angeleitet haben. Die haben etwas in mir gesehen, da bin ich sehr glücklich.“

Die NHL beendet ihre Saison nach der Corona-Pause mit erweiterten Play-offs. Die ersten Spiele sind für den 1. August angesetzt. Draisaitl trifft dann mit den Oilers auf die Chicago Blackhawks. In einer „Best-of-five“-Serie muss sich das Team für die nächste Runde der erweiterten Play-offs durchsetzen. Weil die Hauptrunde wegen der Pandemie abgebrochen wurde, erweiterte die NHL die Playoffs auf 24 Mannschaften. Lediglich die besten vier Teams der beiden Conferences müssen sich keine Sorgen mehr machen und spielen in den ersten Partien nur die endgültige Position für die Setzliste aus.

Die Teams haben ab dem 28. Juli jeweils ein Testspiel, bevor die Saison an den Spielorten Edmonton und Toronto fortgesetzt wird. Zuschauer sind bei den Spielen nicht erlaubt. dpa/sko

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