Eishockey

Eishockey Nationaltorhüter verstärkt frühestens beim dritten WM-Spiel das deutsche Team / Auftakt am Samstag gegen Briten muss gelingen

Philipp Grubauer lässt auf sich warten

Kosice.Die Pflichtsiege zum Auftakt müssen noch ohne Stanley-Cup-Sieger Philipp Grubauer gelingen. Der NHL-Torhüter kann das deutsche Eishockey-Team bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei nach dem Play-off-Aus seiner Colorado Avalanche frühestens zum dritten Spiel am Dienstag gegen Frankreich verstärken. Vor allem der neue Bundestrainer Toni Söderholm bangt, dass die Hoffnung auf den Viertelfinal-Einzug nach der WM-Enttäuschung im vergangenen Jahr dann nicht schon fast dahin ist. Der Druck für den Nachfolger von Marco Sturm vor dem Start gegen Außenseiter Großbritannien am Samstag und Dänemark am Sonntag (beide 16.15 Uhr/Sport1 und DAZN) ist groß. „Man muss liefern“, sagte Söderholm vor seinem WM-Debüt.

Von seinem Vorgänger, der nach der Olympia-Silbermedaille und dem folgenden Umbruch im Team das Viertelfinale bei der WM 2018 enttäuschend verpasst hatte, bekam Söderholm noch einmal die Zielsetzung vor Augen geführt. „Was können wir bei dieser WM erreichen? Ich meine, die direkte Olympiaqualifikation für 2022 und damit das Viertelfinale“, schrieb Sturm in der „Bild“-Zeitung.

Um erstmals seit 15 Jahren wieder einem Qualifikations-Turnier für Olympia zu entgehen, müsste Deutschland unter den Top acht der Weltrangliste bleiben. Beim Einzug ins Viertelfinale wäre dies fast sicher.

Sofort bereit sein

„Ich habe die letzten zwölf Jahre dreimal die Olympia-Quali gespielt. Das war nicht schön. Das war Stress pur. Das einmal vermeiden zu können, wäre richtig gut“, sagte Kapitän Moritz Müller. Siege von Beginn an sind dafür Pflicht.

Deutschland, das sich sonst gerne im Turnier kontinuierlich steigert, ist gegen Aufsteiger Großbritannien und auch die Dänen Favorit. Das ist Söderholm bewusst. Wegen der großen Bedeutung des WM-Auftaktes für den weiteren Turnierverlauf warnte der 41 Jahre alte Finne seine Spieler eindringlich vor den Briten: „Das ist auf keinen Fall ein leichter Gegner.“

Söderholm weiß, dass ihm einige Personal-Entscheidungen kritisch vorgehalten werden, sollte der Auftakt misslingen. In den ersten Spielen muss er sich zwischen Düsseldorfs Mathias Niederberger und Nürnbergs Niklas Treutle im Tor entscheiden. Auf die routinierten Dennis Endras (33) vom Meister Mannheim und Danny aus den Birken (34) vom Vize-Champion München hatte Söderholm verzichtet – in der Annahme mindestens einen NHL-Goalie zu bekommen.

Thomas Greiss sagte nach dem Aus seiner New York Islanders verletzt ab und Grubauer könnte frühestens am Sonntag in der Slowakei landen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, hieß es beim Deutschen Eishockey-Bund am Freitag.