Eishockey

Eishockey DEL-Geschäftsführer bezeichnet Offenlegung des 60-Millionen-Finanzlochs als deutlichen Hinweis

Tripcke setzt auf Dialog mit der Politik

Archivartikel

Hannover.Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) will trotz großer finanzieller Schwierigkeiten aufgrund der Coronavirus-Pandemie die anstehende Saison beginnen. „Wir wollen auf jeden Fall wieder spielen. Und wir werden die Saison nicht absagen. Das sind wir den Fans, Partnern, Spielern, dem Nachwuchs und der Nationalmannschaft schuldig“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem „Spiegel“.

Eine Entscheidung, wann, wie und ob die neue Saison beginnen wird, soll es bis Ende der Woche geben. „Ich habe im Gesamtkontext sowie im Hinblick auf den 2. Oktober gesagt, dass wir die Saison an diesem Tag nicht absagen werden. Wir arbeiten Tag und Nacht an einer sicheren und vernünftigen Lösung. Wir sind mit der Politik im Dialog, da wir die Hilfe dringend benötigen“, sagte Tripcke am Sonntagabend.

Die Liga hatte in der vergangenen Woche hauptsächlich aufgrund fehlender Ticketeinnahmen der Clubs ein Finanzloch in Höhe von 60 Millionen Euro bekanntgegeben. Durch die neue Regelung, dass jeder Verein lediglich eine Hallen-Auslastung von 20 Prozent haben darf, wird es weitere Schwierigkeiten geben. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ ist eine komplette Saisonabsage oder eine erneute Verschiebung auf den Januar 2021 durchaus ein Thema, sollte die Politik nicht eingreifen. „Es ist kein Ultimatum, sondern ein deutlicher Hinweis an die Politik, wie unsere Situation ist. Wir weisen darauf hin, dass unser Geschäftsmodell durch Corona nicht möglich ist“, sagte Tripcke.

Zuletzt hatte die DEL die Hoffnung geäußert, am 13. November mit der neuen Spielzeit starten zu können. 

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