Energiekosten

Die 10 häufigsten Mythen und Gerüchte rund um Photovoltaikanlagen

Archivartikel

Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen ist so hoch, wie nie zuvor. Laut einer Umfrage von YouGov in Kooperation mit der BSW wünscht sich sogar jeder zweite Eigenheimbesitzer eine Solaranlage auf seinem Dach. Dank der günstigen Preisentwicklung können sich plötzlich viel mehr Leute eine solche Anlage leisten. So lässt sich der Wunsch meist auch erfüllen. Doch obwohl die Nachfrage so hoch ist, sind noch immer unzählige Menschen skeptisch, was die alternative Energiegewinnung angeht. Der Zubau an Photovoltaik scheint nicht einmal auszureichen, um den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent des Bruttostromverbrauches anzuheben. So, wie Deutschland sich das eigentlich vorgenommen hat. Das mag unter anderem daran liegen, dass noch immer so einige Mythen und Gerüchte über Photovoltaikanlagen im Umlauf sind.

1. „Jeder weiß inzwischen, was Photovoltaik ist“

Man könnte davon ausgehen, dass inzwischen den meisten Menschen klar sein sollte, was Photovoltaik eigentlich ist und was hinter der Technik der Anlagen steckt. Doch dem ist nicht so. Vielmehr haben zwar die meisten ein Bild im Kopf, wenn von „Solaranlagen“ die Rede ist, dass es einen Unterschied zwischen Solarstromanlagen und Solarwärmeanlagen gibt, ist vielen aber nicht bewusst.

Daher nun hier noch einmal in einfacher Ausführung:

  • Solaranlagen bezeichnet im Grunde als Überbegriff jegliche Anlagen, die mit der Energie der Sonne arbeiten und damit zur Versorgung etwa eines Gebäudes beitragen.
  • Photovoltaikanlagen sind spezielle Solaranlagen, bei denen die Lichtenergie aus dem Sonnenlicht mittels Solarzellen direkt in elektrische Energie umgewandelt wird. Sie werden an Privathäusern vor allem zur Stromerzeugung für den Haushalt eingesetzt, können aber auch etwa elektrische Weidezäune, Parkscheinautomaten oder andere Dinge versorgen. Man kann die Photovoltaikanlagen auch Solarstromanlagen nennen.
  • Solarthermieanlagen wiederum als zweite Form der Solaranlagen wandeln die Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie, also in Wärme um. Diese wird dann etwa zur Bereitung von Warmwasser oder auch für die Heizungsunterstützung genutzt. Die Solarthermieanlagen kann man auch Solarwärmeanlagen nennen.

2. „Solarenergie lohnt sich nur in warmen Regionen, wo immer die Sonne scheint"

Photovoltaikanlagen erzeugen elektrischen Strom aus der regenerativen Sonnenenergie. Sie liefert ihre Energie gratis auf jedes Dach, auf dem sich eine Solaranlage befindet. Und das vermutlich auch noch die nächsten hundert Jahre. Was im Klartext bedeutet: Je nach Größe der Anlage und dem individuellen Energiebedarf, kann meist ein Großteil des benötigten Stroms selbst erzeugt werden. Denn die Sonne verschenkt ihre Energie wie gesagt. Und das lohnt sich immer!

Dass sich Photovoltaikanlagen nur dort rentieren, wo es warm ist, da die Anlagen nur bei hohen Temperaturen arbeiten, ist nämlich ein Irrglaube. Für hohe Erträge durch die Anlagen ist nicht die Temperatur entscheidend, sondern vielmehr die Anzahl der Sonnenstunden. Zwar liefern die Sommermonate, also Juni, Juli und August die höchsten Stromerträge, in den vorwiegend kühleren Monaten April und Mai, wird aber oft genauso viel Strom produziert wie im Hochsommer. Das liegt daran, dass der Wirkungsgrad einer PV-Anlage bei zu hoher Temperatur sinkt. Somit kann durchaus gesagt werden, dass eine PV-Anlage von April bis August konstant viel Strom produziert.

Übrigens muss auch die Sonne nicht permanent scheinen, damit die PV-Anlage Strom produzieren kann. Das tut sie nämlich immer, solange es hell ist. Ob die Sonne nun direkt auf das Dach knallt, oder ob es vielleicht sogar regnet oder schneit, das ist ganz egal. Zwar erreicht die Anlage bei Sonnenschein die maximale Leistung, an bewölkten Tagen wird das Sonnenlicht aber zumindest als diffuse Strahlung durch die Wolken auf die Photovoltaikmodule gestreut.

Energiemanagement-Tools, wie etwa „Shine“, ermöglichen es, eine Investitionsanalyse durchzuführen und sich die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage auszurechnen. Der Rechner nutzt dabei auch die Durchschnittswetterdaten der vergangenen fünf Jahre, worin dann natürlich auch die bewölkten, verregneten oder verschneiten Tage enthalten sind. Wer also unsicher ist, kann sich hier auch noch einmal versichern.

3.   „Ohne eigenes Dach mit Südausrichtung kann man das doch vergessen“

Eine Ausrichtung des Dachs gen Süden ist kein Muss, was PV-Anlagen betrifft. Auch bei West-, Ost-, Südwest- oder Südost-Dachausrichtungen können die Anlagen, je nach Dachneigung signifikante Leistungen erwirtschaften. Bei einer reinen Südausrichtung werden die Solarpanels ausschließlich auf der Südseite des Daches angebracht. Je nach Lage des Hauses können die Haupt-Dachflächen auch in eine andere Richtung weisen.

Auch eine Installation an zwei Flächen etwa in Südost- und Südwestrichtung ist denkbar. Zwar erhöhen sich dadurch am Anfang die Investitionskosten, da mehr Panels natürlich auch mehr Geld kosten. Da dadurch aber von morgens bis abends durchgehend und gleichmäßig Sonnenenergie umgewandelt werden kann, erreichen PV-Anlagenbesitzer mit einer solchen Ausrichtung nicht selten sogar eine höhere Stromproduktion, als bei einer Ausrichtung in den Süden.

Um PV-Anlagenbesitzer zu werden, benötigt man übrigens nicht einmal eine eigene Dachfläche. In diversen Internetbörsen etwa lassen sich Dachbesitzer finden, die kein Geld für eine eigene Anlage haben, ihre Dachfläche aber beispielsweise gegen einen Anteil des Jahresertrags vermieten. Da allerdings die Einspeisevergütung weiterhin sinkt, ist das Konzept des „Solardachmietens“ eine eher aussterbende und weniger lohnenswerte Angelegenheit.

 
4. „Photovoltaik kann sich doch niemand leisten“

Photovoltaikanlagen sind schon lange nicht mehr unbezahlbar. Auch, wenn sich dieses Gerücht hartnäckig zu halten scheint. Doch Preise im Bereich von 25.000 € für eine vernünftige Anlage gehören eindeutig der Vergangenheit an. PV-Module werden immer preiswerter. Seit 2006 haben sich die Preise für PV um 70 bis 80 Prozent verringert und die Module scheinen weiterhin günstiger zu werden. Schon für rund 6.000 bis 7.000€ gibt es heute eine gute Solaranlage in durchschnittlicher Größe.

Was allerdings tatsächlich nicht vergessen werden darf, sind die zusätzlichen Kosten, die auf einen zukommen, wenn eine Renovierung des Dachs zur Vorbereitung auf die Umrüstung notwendig ist. Wichtig ist nämlich zunächst, vor der Montage der PV‑Anlage auf jeden Fall die Statik des Daches und unter Umständen auch des Gebäudes zu überprüfen. Das zukünftige Solardach muss nicht nur die Solaranlage, sondern auch zusätzliche Lasten durch Wind oder Schnee tragen können.

Vor der Installation der PV-Anlage ist außerdem genau zu prüfen,

  • …ob das Dach reparaturbedürftig ist.
  • …ob das Dach auch nach der Installation der Anlage für Reparaturen zugänglich bleibt.
  • …ob zusätzlich noch ein Dachfenster oder ein Schornstein eingebaut werden soll.
  • …ob eventuell gleichzeitig Solarthermie-Kollektoren für Wasser und Heizung installiert werden sollen.

Der beste Zeitpunkt, eine PV-Anlage nachzurüsten ist somit natürlich eine anstehende Dachrenovierung. Dann stört keine Isolation und keine Dampfbremse und das Dach muss sowieso umgebaut werden. Balken und Sparren können im Zuge dieser Renovierung so an das Gewicht der PV-Anlage angepasst werden, dass die Statik erhalten bleibt.

Wer sein Dach nur für die PV-Anlage umbauen muss und das nötige Kapital gerade nicht aufbringen kann, hat die Möglichkeit etwa einen Renovierungskredit dafür aufzunehmen. Es handelt sich dabei um einen gewöhnlichen Ratenkredit, der aber zweckgebunden ist und in diesem Falle zum Sanieren und Modernisieren vergeben wird. Der Vorteil ist, dass die Zinsen dabei niedriger sind, als bei einem regulären Ratenkredit. Zur Vorbereitung auf den Einbau einer PV-Anlage kann diese Option also definitiv in Erwägung gezogen werden. Für die Anlage selbst gibt es zusätzlich noch die staatliche Förderung.

5. „Photovoltaik wird zu stark/ zu wenig gefördert“

Womit wir auch schon beim nächsten Mythos wären, der gleich in zwei völlig unterschiedliche Richtungen tendiert: Die einen sagen, dass Photovoltaik zu stark gefördert würde, die anderen sind der gegenteiligen Meinung. Beide Gedanken gehen jedoch fehl.

Die Ansicht, dass Photovoltaik zu stark gefördert würde, bezieht sich vor allem auf die Einspeisevergütung. Es geht hier also nicht um die Eigennutzung der Solarenergie, sondern darum, sich durch die Bereitstellung der nicht selbst genutzten Elektrizität Geld dazuzuverdienen. Diese Einspeisevergütung wird über die EEG-Umlage gezahlt und ist somit im Grunde keine Subvention, sondern eben nur eine Umlage.

Nun legen dies wiederum viele als Wortklauberei aus, dennoch steht fest, dass die Solarenergie und vor allem auch die Photovoltaik ohne eine gewisse finanzielle Unterstützung nicht das hätte werden können, was sie heute ist. Die Genossenschaft Greenpeace Energy eG erwähnt in einer Studie passend dazu:

„[Die] konventionellen Energieträger Atomenergie, Steinkohle und Braunkohle profitieren seit Jahrzehnten in erheblichem Umfang von staatlichen Förderungen in Form von Finanzhilfen, Steuervergünstigungen und weiteren begünstigenden Rahmenbedingungen. […] Würde man die Belastungen des Staatshaushalts und die externen Kosten durch die konventionellen Energieträger nach EEG-Methode auf den Verbrauch der nicht privilegierten Stromabnehmer umlegen, läge diese Konventionelle-Energien-Umlage im Jahr 2012 bei umgerechnet 10,2 Cent pro Kilowattstunde. Dies zeigt, dass die EEG-Umlage aus der Förderung erneuerbarer Energien (3,59 Ct/kWh in 2012) selbst unter der Annahme eines erheblichen Anstiegs für die Gestaltung einer klima- und umweltfreundlicheren, zukunftsfähigen Energieversorgung eine deutlich geringere Kostenbelastung ist.“

Außerdem lohnt sich die Einspeisevergütung heute schon kaum noch. Dass also Photovoltaik zu stark gefördert wird, davon kann absolut nicht mehr die Rede sein.

Dennoch unterstützt der Staat mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Anschaffung von Photovoltaikanlagen noch immer über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die KfW. Und auch die Bundesländer und Kommunen haben immer wieder Förderprogramme am Laufen, damit sich Hausbesitzer eine Umrüstung auf regenerative Energien leisten können. Von zu wenig Förderung kann also in Deutschland ebenfalls nicht die Rede sein.

6. „Die Anlagen zahlen sich nicht aus und bringen keine Rendite mehr“

Nährt man seine Erwartungen an eine Rendite mit der staatlich auf 20 Jahre garantierten Vergütung, die fürs Einspeisen von selbst erzeugtem Solarstrom ins öffentliche Netz gezahlt wird, dann ist mit der Solarstromeinspeisung tatsächlich nicht mehr viel Geld zu verdienen. Das liegt an der stets sinkenden Einspeisevergütung. Knüpft man Renditeerwartungen allerdings an den Eigenverbrauch sieht das Ganze schon wieder anders aus.

Denn ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr knapp 4.000 kWh Strom. Pro Kilowattpeak (= 1.000 WattP ) werden im Durchschnitt zehn Quadratmeter Fläche benötigt. Eine PV-Anlage mit einer Fläche von 40 Quadratmetern und einer Nennleistung von vier Kilowatt Peak kann den Bedarf des Haushalts bereits komplett decken. Im Jahr lassen sich dadurch ohne Probleme mehrere hundert Euro Stromkosten sparen und über 20 Jahre Anlagenzeit sind es sicherlich sogar mehrere tausend Euro.

Außerdem liegen die Stromgestehungskosten von selbsterzeugtem Solarstrom mit einer durchschnittlichen privaten PV-Anlage deutlich geringer, als bei Versorgerstrom. Dieser bezogene Netzstrom ist vielleicht nicht einmal echter Ökostrom, sondern Strom aus fossilen oder atomaren Energiequellen. Ist dies der Fall, handelt es sich bei ihm um äußerst ineffizienten Strom, bei dessen Produktion die Emissionen extrem hoch sind, was zur Zerstörung der Umwelt beiträgt.

Und nicht zu vergessen: Auch beim Transport vom Kraftwerk ins private Haus oder die Wohnung gibt es Stromverluste!

7. „Photovoltaikanlagen haben doch gar keine Power“

Die Nennleistung moderner Hochleistungs-Photovoltaikmodule beträgt rund 300 Watt, wie der Solarenergie-Experte Prof. Dr. Volker Quaschning, der an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin rund um das Thema regenerative Energiesysteme lehrt, erklärt. Bei perfekten Sonnenbedingungen wirft die Sonne bis zu 1.000 Watt pro Quadratmeter vom Himmel. Diese Leistung entspricht in etwa der eines Tauchsieders, eines kleinen Föns oder Toasters.

Quaschning zeigt mit verschiedenen Tests im Labor ganz konkrete Beispiele, um sich die durchschnittliche Leistung eines Moduls von einem Quadratmeter Größe besser vorstellen zu können.

8. „Die Herstellung einer solchen Anlage verbraucht viel mehr Energie“

Natürlich wird auch bei der Herstellung einer PV-Anlage Energie verbraucht. Allerdings ist es nicht so viel, wie die Anlage wiederum während ihrer Lebensdauer erzeugen kann.

Laut Bericht des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) beläuft sich die sogenannte Energierücklaufzeit (auch energetische Amortisation genannt), und um nichts anderes geht es bei dem Mythos, auf etwa zwei Jahre.

Das bedeutet im Klartext: Mit einer neuen Solaranlage kann während ihrer Lebensdauer mindestens das Zehnfache der Energie, die zu ihrer Herstellung benötigt wurde, erzeugt werden. Die Tendenz ist steigend, denn der Wirkungsgrad wird durch technische Neuerungen immer mehr verbessert. Schon nach zwei Jahren ist die zur Herstellung benötigte Energie wieder reingeholt.

Weiterhin lohnt reduziert sich durch die Erzeugung des Solarstroms, wie bereits erwähnt, der CO2-Ausstoß ganz erheblich. Es entsteht kein Elektrosmog in bedenklichem Umfang. Und nicht zuletzt haben sich etliche Hersteller in Europa dazu verpflichtet, ausgediente PV-Module wieder zurückzunehmen und zu recyclen.

9. „Photovoltaikanlagen gehen schnell kaputt und die Wartung ist aufwendig“

Der Mythos, dass die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage nur rund 20 Jahre beträgt, hält sich ebenso hartnäckig, wie jener, dass die Anlagen kaum bezahlbar sind. Doch auch hier stellt sich die Frage, aus welchen Quellen diese Informationen stammen.

Denn feststeht, dass die wenigsten PV-Anlagen schon nach 20 Jahren kaputt sind. Die Betriebszeit beträgt in den meisten Fällen sogar eher das doppelte. 40 Jahre kann einem eine PV-Anlage also durchaus zuverlässig gute Dienste erweisen. Hat die PV-Anlage nach zehn oder 15 Jahren ihre Investitionskosten wieder eingebracht, liegt man also mindestens noch einmal die gleiche Zeit oder eher sogar noch länger in der Gewinnzone.

Was die Wartung betrifft, kann ebenfalls Entwarnung gegeben werden. Zum einen werden Verschmutzungen wie zum Beispiel Staub größtenteils auf natürlichem Wege von Regen und Schnee beseitigt. Laub, Moos, Vogelkot oder andere größere Verunreinigungen können recht leicht manuell entfernt werden. Das sollte man auch konsequent tun, da diese Verschmutzungen die Leistung der Photovoltaikanlage natürlich mindern.

Weitergehende Arbeiten sollten per Wartungsvertrag von einem Fachbetrieb übernommen werden. Manche Hersteller fordern eine regelmäßige Wartung, damit die Garantie bestehen bleibt. Darauf ist beim Kauf der PV-Anlage auf jeden Fall zu achten. Meist lässt sich über die Kosten aber verhandeln und sie sind variabel.

Für regelmäßige Inspektionen sind Preise von sieben bis zwölf Euro pro installiertem Kilowatt Leistung in einem langfristigen Wartungsvertrag üblich. Seltener stattfindende Wartungspauschalen belaufen sich oft auf rund 100 Euro. Grundsätzlich kommen damit für eine Wartung keine hohen Kosten auf Anlagenbesitzer zu.

Die professionelle Wartung erspart Betreibern zudem Arbeiten, die potentiell gefährlich werden können (wie etwa Reinigungsarbeiten auf dem Dach) oder die mangels technischer Ausstattung und Fachwissen nur schwer in Eigenregie durchzuführen sind.


10. „Ohne Solarstromspeicher lohnt sich Photovoltaik nicht“



Viele scheuen die noch recht hohen Anschaffungskosten für einen Solarstromspeicher, also eine Solarbatterie oder einen Solarakku und legen sich deshalb auch keine Photovoltaikanlage zu. Nach dem Motto: Ohne Solarstromspeicher lohnt sich das alles ja nicht. Das ist allerdings genauso falsch, wie die anderen Mythen und Annahmen.

Denn die PV-Anlage kann auch ohne Speicher lohnenswert gemacht werden, indem ganz einfach der Eigenverbrauch gezielt erhöht wird und damit ein Maximum des Stromverbrauchs mit eigens gezeugtem Solarstrom gedeckt wird. Das kann etwa dann gelingen, wenn beispielsweise die Waschmaschine oder auch der Trockner, die eine Menge Strom verbrauchen, einfach zur Hauptproduktion der Solarenergie angeschaltet werden. Also tagsüber oder bei besonders günstigem Wetter. Wer ein Elektrofahrzeug hat, sollte dies dann ebenfalls tagsüber auftanken.

Übrigens wird auch die Anschaffung eines Solarstromspeichers von einigen Bundesländern und Kommunen gefördert. Es gilt hier ebenfalls: Vorher schlau machen, Angebote und Förderungen vergleichen und dann erst einen Kauf in Erwägung ziehen.