Essen und Trinken

Vorspeise Algen gelten als gesund

Beliebtes Gemüse aus dem Meer

Ihr Name erweckt beim ersten Eindruck nicht unbedingt Genussgefühle. Eher entstehen im Kopf Bilder von trüben, abgestandenen Gewässern. Dabei schmecken sie aber frisch, ja vielleicht sogar leicht säuerlich. Sie sättigen – und sind gesund: Algen. Aus der asiatischen Küche ist das Meeresgemüse schon lange nicht mehr wegzudenken, und auch hierzulande findet man Algen in einschlägigen Restaurants immer öfter auf Speisekarten.

Selten werden Algen dabei als Hauptspeise serviert, häufiger als Vorspeise – beispielsweise in Form eines Salats – oder als eine unter mehreren Zutaten in Hauptgerichten. Etwa 500 000 verschiedene Arten gibt es, teilt das Institut für Lebensmittelchemie der Universität Hamburg mit. Nur ein Bruchteil davon sei aber für die Ernährung in Europa zugelassen. Vor allem Nori, Kombu, Dulse oder Wakame sind auf hiesigen Speisekarten zu finden, Letztere etwa auch beim japanischen Restaurant „Kaoru“ in der Mannheimer Innenstadt. Eine Marinade aus etwas Essig, Sesamöl, Limettensaft, frisch geriebenem Ingwer, Zucker, fein gehaktem Koriandergrün, Chilipulver und Sesam verleihen ihm Pfiff.

Bestandteil der veganen Küche

Besonders durch die Veganer-Bewegung sowie bewussteres, nachhaltigeres Essen sind Algen als Lebensmittel zuletzt auch verstärkt auf den europäischen Markt gekommen. Zudem sind sie wegen ihrer wenigen Kalorien, ihrer vielen Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und Omega-3-Fettsäuren ein gesundes Nahrungsmittel.

Algen gelten als eine der ältesten pflanzlichen Organismen überhaupt. Allerdings stieß das Bundesinstitut für Risikobewertung im Rahmen einer Kontrolle darauf, dass getrocknete Algen, wie sie in Deutschland häufig vorkommen, auch Schwermetalle und Blei aufnehmen können. Dies belaste Verbraucher allerdings nur bei sehr regelmäßigem Verzehr, erklärt Karlis Briviba, Bio-Mediziner am Max Rubner Institut Karlsruhe. (mit dpa)

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