Essen und Trinken

Blumen erinnern an Spaß im Schnee

Den Winter zelebrieren: Das gehört zum Januar einfach dazu. Am besten auf der Piste mit Fahrtwind um die Nase. Beim Rodeln mit den Kindern. Oder beim Stapfen mit Schneeschuhen durch metertiefes Weiß. Doch in diesem Jahr bleibt für uns Skiurlaub Illusion. Und kaum sind ein paar Flocken gefallen, sind auch die nahe gelegenen Ausflugsziele überfüllt. Es droht schlechte Laune. Das allerdings ist das Letzte, was die Familie im Lockdown brauchen kann. Da hilft nur eines: ein Winterwunderland im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Unser Nachwuchs ist für das Vorhaben schnell zu begeistern und so gehen wir drei Projekte an:

Projekt 1: Hüttenflair zu Hause

Dazu haben wir die Gartenmöbel wieder ausgemottet. Vor allem Stühle und Outdoor-Sessel. Darauf kommen Decken und Kissen, die ruhig ein bisschen rustikaler wirken dürfen. Fleece, künstliches Fell oder Karomuster zaubern einen Hauch von Hüttenflair. So eingekuschelt, lassen sich die ersten Sonnenstrahlen des Jahres genießen. Und mit einer Tasse Tee oder Punsch wird’s gleich richtig gemütlich.

Die Kinder wollen das Alpine-Ambiente noch optimieren, schleppen einen Holzschlitten, Skistöcke und -bretter an. Dazu stellen wir noch ein paar Windlichter. Unweit davon soll der Grill stehen. In seiner gusseisernen Schale knistert schon bald ein kleines Feuer. Fürs Stockbrot und danach zum Wintergrillen. Ein bisschen zumindest sind wir jetzt an Zeiten mit Après-Ski erinnert . . .

Projekt 2: Eislaternen

Für diesen besonderen Schmuck braucht es vor allem eines: Minustemperaturen. Eislaternen sind gar nicht schwer herzustellen und für Jungen und Mädchen ein tolles Experiment. Dazu braucht man eigentlich nur zwei frostfeste Gefäße, die sich in ihrer Größe deutlich unterscheiden – beispielsweise ein Eimerchen und einen Becher. In das kleinere Gefäß geben wir Steine und stellen es in das größere. Wenn wir nun in den Eimer Wasser geben, bleibt der Becher durch das Gewicht der Steine unten. In dem so entstandenen Wasserrand lassen sich – je nach Geschmack – Tannenästchen, Minizapfen oder Hagebutten versenken. Ich mag es, wenn Blüten in das Nass kommen. Das gibt schon einen Vorgeschmack auf den Frühling. Besonders, wenn Tulpen verwendet werden. Jetzt muss das Wasser nur noch gefrieren. Wenn das Thermometer länger deutlich unter Null zeigen würde, könnten wir die Behältnisse einfach im Freien stehenlassen. Besser geht es in unseren Breiten allerdings in der Tiefkühle. Ist das Eis richtig durchgefroren, muss das Ganze kurz antauen, damit wir die Behältnisse loszulösen können. Fertig ist die Eislaterne, in deren Mitte wir eine Stumpenkerze stellen. Schade ist nur eines: dass unser Kunstwerk so vergänglich ist.

Projekt 3: Weiße Blüten

Ich freue mich in jedem Winter von neuem, wenn die weißen Blüten des Duftschneeballs am Gartenzaun meiner Mutter aufgehen. So einen Strauch will ich auch bei uns pflanzen, sobald die Gartenmärkte wieder öffnen. In der Zwischenzeit bringen mir die Schneeglöckchen, die vor meiner Haustür blühen, einfach gute Laune. Davon will ich auch etwas im Haus haben und suche deshalb viele verschiedene durchsichtige Glasvasen und -fläschchen. Weiße Rosen, Nelken und Tulpen stelle ich da hinein. Das sieht toll aus und erinnert auch ein bisschen an Spaß im Schnee. Der unschätzbare Vorteil aber: Die Wärme des Ofens, der zeitgleich in der Ecke bollert.