Essen und Trinken

Das sind die idealen Snacks für die Piste

Archivartikel

Wer im Skiurlaub den ganzen Tag Pisten abfährt, braucht irgendwann etwas zur Stärkung. Eine Ernährungsexpertin verrät, wie man auch ohne Hüttenbesuch frische Energie tankt.

Im Skigebiet kommt irgendwann der kleine oder große Hunger. In Hütten einzukehren, kann aber wahnsinnig ins Geld gehen – vor allem für Familien mit Kindern.

Doch was kann man in den Rucksack packen, was der Kälte trotzt und nicht zu Mus wird, wenn man auf den Rücken fällt? Kochbuchautorin Dagmar von Cramm weiß, was auf der Piste schmeckt – und hält.

„Entgegen üblicher Empfehlungen sollten Snacks für den Wintersport kalorienreich sein“, erklärt die Ökotrophologin. Schließlich würden die ja bei der vielen Bewegung schnell wieder verbraucht werden. Gefragt sei zudem etwas, das lange satt macht und trotzdem schnell verdaut ist.

„Was man prima auf der Piste essen kann, sind gefüllte Laugenstangen“, schlägt sie vor. Die Ernährungsexpertin höhlt diese aus: Dann werden die herausgefischten Brotkrumen mit Sesampaste oder Humus, Frischkäse oder Kräuterquark verknetet und mit hartgekochtem Ei, kleingehakter Gurke, Schnittlauch und Paprikawürfel aufgefüllt.

„Die Masse wird wieder in die Laugenstange hineingestopft. Das Ganze wird kompakt wie kalter Hund“, erklärt von Cramm. Alternativ könnte man auch dünnes Baguettebrot verwenden. Die langen Stangen würde die Expertin aber vor dem Füllen in mehrere kleinere Stücke schneiden.

Gehaltvolle Veggie-Bratlinge

Eine weitere Idee seien Veggie-Bratlinge, die man idealerweise bereits am Vorabend in der Pfanne oder im Ofen zubereiten kann, und zwar aus 200 Gramm Grünkernschrot, einer Zwiebel, einer Dose Kidneybohnen, vier getrockneten Tomaten, zwei Esslöffel mit geschroteten Leinsamen, einem Ei, drei Esslöffel Öl, Salz und Pfeffer. „Die Patties halten dank der Grünkerne ganz gut zusammen und liefern alles, was man braucht“, versichert die Ernährungsexpertin.

Die fleischlosen Patties enthalten genug Eiweiß, Ballaststoffe durch die Leinsamen und ausreichend Kohlenhydrate, die den Skifahrer lange satt machen. Beide Snacks seien gut in einer Tupperbox aufgehoben. „Darin werden sie nicht verdätscht, und man spart sich Papier oder Alufolie. Man weiß ja auf der Piste ohnehin nicht, wohin mit dem Abfall.“

Als Durstlöscher würde von Cramm Wasser zu Hause lassen. Stattdessen komme Fruchtsaft in die Thermoskanne. „In einen heißen Apfel-Orangen-Mix gibt man noch Trockenfrüchte hinein, die quellen dann schön auf und machen den Saft gehaltvoller.“ Eine warme Alternative, die viel Energie bringt, sei Früchtetee mit Apfelsaft und einem Löffel Honig. Oder gleich heiße Honig-Milch und heißer Kakao mit einem Schuss Sahne. In eine Mandelmilch würde die Expertin Mandelmus hineinrühren: „Mus bringt Ballaststoffe ins Getränk, die länger vorhalten.“ dpa-tmn