Essen und Trinken

Kompostieren mit der Wurmkiste

Da freuen sich die Zimmerpflanzen: Mit einer Wurmkiste gibt es feinsten Gartenhumus auch in der Stadtwohnung. Kleine Würmchen übernehmen die ganze Arbeit – und brauchen dafür nicht mal viel Platz.

Küchenabfälle landen bei Gartenbesitzern oft auf dem Komposthaufen. Mit einer Wurmkiste geht die Umwandlung von Biomüll in Humus auch in der Etagenwohnung. Dafür braucht es nicht mal viel Platz.

Schon in wenigen Wochen verwandeln die Kompostwürmer Bioabfälle in wertvollen Wurmhumus, der als Dünger für die Wohnungs- oder Balkonpflanzen genutzt werden kann. Wichtig für die kleinen fleißigen Helfer: ein moderat temperierter Standort mit 15 bis 25 Grad.

Die Minikompostierer gibt es entweder fertig, als Bauset zu kaufen oder zum Selberbauen. Sie bestehen meist aus flachen, stapelbaren Boxen mit gelochten Bodenplatten, erklären die Experten der Zeitschrift „Mein schöner Garten“.

Eine andere Variation eines kleinen Kompostierers ist eine einfache Holzkiste, die in der Mitte von einem Gitter oder einer Wand mit Löchern in zwei Kammern getrennt wird. Wichtig ist, dass die Kiste luftdurchlässig ist.

Kompostiert werden können alle pflanzlichen Abfälle inklusive Mehl, Nudeln, Kaffeefilter und Eierschalen. Fleisch, stark fetthaltige und saure Abfälle wie Sauerkraut eignen sich hingegen nicht. Auch Giftpflanzen sollten nicht kompostiert werden. Im Gegensatz zu einem Komposthaufen im Garten muss der Wurmhumus nicht umgesetzt werden und der Prozess läuft völlig geruchlos ab, versprechen die Experten.

Die Würmer selbst bekommt man im Fachhandel, beispielsweise beim Angelbedarf. Eine andere Möglichkeit: Einen Freund oder Bekannten mit einem eigenen Garten nach etwas Kompost bitten. Experten empfehlen dabei, idealerweise den Kompost von mindestens zwei Gärten zu mischen, denn je unterschiedlicher die Würmer und Kleinstlebewesen im Boden sind, desto besser eignen sie sich für die Wurmkiste. tmn