Essen und Trinken

Sättigender Alleskönner Kichererbse

Archivartikel

„Die Kichererbse ist unser Superstar, der Hauptbestandteil unseres Geschäfts“, erzählt Volkan Yarar, Inhaber der Imbissbude Bodhi Falafel im Mannheimer Jungbusch. Schon seit einigen Jahren ist die Hülsenfrucht Trend, insbesondere in der fleischlosen Küche.

100 Gramm Kichererbsen enthalten etwa 20 Gramm Eiweiß. Auch Ballaststoffe hat sie reichlich – sie ist also sehr sättigend. „Deswegen werden Kichererbsen in arabischen Ländern und Israel auch eher morgens oder vormittags gegessen. Sie liefern dann Energie für den ganzen Tag“, sagt Volkan Yarar.

In gutem Hummus ist viel Tahin

In der arabischen Küche kommt die Kichererbse vor allem in Hummus und Falafel zum Einsatz. Hummus ist eine Paste und lässt sich gut als Brotaufstrich oder Dip benutzen. Er besteht hauptsächlich aus Kichererbsen und Sesammus, auch Tahin genannt. „Die Qualität von Hummus erkannt man am Anteil von Tahin“, meint Volkan Yarar. „Die gerösteten und gemahlenen Sesamsamen im Tahin geben den typischen Hummus Geschmack. Wir sparen nicht dran.“

Frittierte Falafel-Bällchen bestehen aus pürierten Kichererbsen und Gewürzen, etwa Koriander, Cumin, Knoblauch, Salz und Pfeffer. „Jedes Lokal hat sein Geheimrezept für Falafel, Zutaten, die den gewissen Pep geben“, berichtet Volkan Yarar. Die Bällchen werden dann entweder als Falafelteller mit weiteren Spezialitäten der arabischen Küche serviert oder im Brot mit Salat, Tomaten und Joghurt – oder Sesamsoße.

Nicht nur in der arabischen Küche sind Kichererbsen traditioneller Bestandteil der Esskultur. In Indien kommen sie etwa im Curry Chana Masala zum Einsatz, in Italien wird Kichererbsen Mehl für die Zubereitung von Farinata, einer Art Pfannkuchen, verwendet. Heutzutage werden Kichererbsen auch in „low carb“-Alternativen eingesetzt. Kichererbsennudeln und Kichererbsenchips versprechen etwa, weniger Kohlenhydrate und mehr Eiweiß als ihre Pendants aus Weizenmehl zu haben. Julia Brinkmann