Essen und Trinken

Schwäbischer Apfelkuchen mit Cranberrys

Bevor jetzt alle losschreien: Uns ist klar, dass in einen original schwäbischen Apfelkuchen keine Cranberrys gehören. Aber man muss auch mal über seinen Schatten springen.

Eigentlich kommen in einen schwäbischen Apfelkuchen Zibeben hinein. Zibeben heißen sie auf breit schwäbisch, Rosinen auf Hochdeutsch. Leider konnten wir zu Hause keine mehr finden, deshalb griffen wir einfach zu Cranberrys.

Und so geht’s: Ihr braucht eine Springform mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern. Zuerst 60 Gramm Cranberrys in einer Schüssel in Rum einlegen. Aus etwa 400 Gramm Mehl, einem Teelöffel Backpulver, 100 Gramm Zucker, dem Mark einer Vanillschote, 150 Gramm kalter Butter, zwei Esslöffeln Milch und einem Ei einen Mürbeteig herstellen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eineinhalb Kilogramm Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Scheiben hobeln. Das geht am besten mit dem Schnitzelwerk der Küchenmaschine oder einem scharfen Küchenhobel.

Eine Bio-Zitrone heiß abwaschen und trocken reiben. Die Schale abreiben und den Saft auspressen. Schale zur Seite stellen. Äpfel mit Zitronensaft, einem Teelöffel Zimt, den Cranberrys und 50 Gramm Zucker vermengen und 20 Minuten durchziehen lassen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und halbieren. Beide Hälften rund ausrollen. Eine Hälfte – das wird der Boden mit Rand – sollte rund vier Zentimeter größer ausgewellt werden als die Springform. Springform gut buttern und die größere Teigplatte hineinlegen. Apfelmischung darauf verteilen. Eventuell zu hoch stehenden Rand etwas zurück schieben, so dass er die Höhe der Apfelmasse hat. Kleinere Teigplatte auf die Äpfel auflegen.

Jetzt zum Guss: 80 Gramm Butter schmelzen, Zitronenschale und 40 Gramm Zucker dazu geben und den Kuchen damit bestreichen. Im Backofen 40 bis 50 Minuten backen. Nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen. Lecker schmeckt dazu halbsteif geschlagene süße Sahne.