Essen und Trinken

Internet Foodblogging – das Internet ist voller Rezepte

Zum Reinbeißen schön

Archivartikel

In Zeiten der Digitalisierung, in denen soziale Medien auch für die Vermarktung von Unternehmen und ihren Produkten immer wichtiger werden, hat sich auch in der kulinarischen Berufswelt eine neue Sparte aufgetan: Foodblogging.

Unter Foodblogging versteht man, frei und vereinfacht gesagt, das Schreiben über und das Präsentieren von Speisen auf Sozialen Netzwerken. „Die Speisen sollen so lecker aussehen, dass man am liebsten sofort hineinbeißen möchte“, erklärt Vera Wohlleben. Die in Neustadt an der Weinstraße wohnende Fotografin bloggt als „Vera“ Speisen unter anderem auf ihrer eigenen Webseite und auf Instagram.

Am Anfang, erinnert sich Wohlleben, habe sie noch „bunt gemischt gebloggt“. Essen, Beauty oder Dinge, die man selbst herstellen kann, waren Inhalte ihres Blogs. „Die größte Freude haben mir aber schon immer Rezeptentwicklung und das Fotografieren von Essen gemacht“, erklärt Wohlleben ihre später erfolgte Spezialisierung.

Pointiert und verlockend

Wohlleben kreiert die Rezepte und Speisen, die sie fotografiert, selbst. „Bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel bei Rezensionen von Kochbüchern.“ Ob „Pfälzer Quiche“, „Fischburger“ oder in Rotwein gekochte Nudel – beim Fotografieren „soll das Gericht im Vordergrund stehen“. Vor allem Desserts und „Herzhaftes“ sind auf ihrem Blog zu finden.

Wohlleben gelingt es, die Gerichte pointiert und verlockend zu präsentieren. Um das zu erreichen, will sie „das Besondere“ des Gerichts herausarbeiten. „Die Knusprigkeit? Die Fluffigkeit? Die Frische?“ Das Essen solle so natürlich und authentisch wie möglich sein.

Wohlleben verdient mit dem Bloggen von Speisen Geld, Auftraggeber profitieren von dem Angebot. „Blogbeiträge sind eine langfristige Investition, da sie zeitlich unbegrenzt auf dem Blog bleiben und oft noch Jahre später hohe Besucherzahlen aufweisen. Die Social Media Beiträge verstärken den unmittelbaren, tagesaktuellen Werbeeffekt.“

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