Familie und Erziehung

Babytragen Einige Modelle mit Schwächen im Test

Nur Tücher überzeugen vollständig

Archivartikel

Berlin.Das Baby kuschelt an Mamas oder Papas Brust. Es fühlt sich geborgen, während man selbst die Hände frei hat. Für Babytragen gibt es gute Gründe – doch bei den Modellen gibt es Qualitätsunterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die sich 15 Produkte angeschaut hat, darunter Tragetücher, Halbschnallen- und Vollschnallen-Tragen. Neun Modelle schnitten „gut“ ab, darunter alle Tücher. Bei den Tragen hingegen gab es einige negative Ausreißer.

Bei einigen Vollschnallen-Modellen etwa kritisierten die Experten, dass sich die Sitzstege nicht anpassen lassen. Das könne zu einer Haltung führen, die schlecht für die Hüftentwicklung des Babys ist. Zwei Tragen waren „mangelhaft“, weil sie für Kleinkinder zu hohe Mengen an Schadstoffen enthielten. Die Note „gut“ erhielten hier die Manduca XT (Note 2,0), die Kokadi Flip Baby (2,1) und die Ergobaby Adapt (2,4).

Fehlender Brustgurt

Zweigeteilt war das Ergebnis bei den Halbschnallen-Tragen, die gewissermaßen eine Mischung aus Tragetuch und Rucksack sind. Während die Hoppediz Nabaca Regular (Note 1,9) und die Cybex Maira.tie (2,5) „gut“ waren, schnitten zwei weitere Modelle aufgrund eines fehlenden Brustgurts „mangelhaft“ ab. Dadurch könne das Kind, wenn es auf dem Rücken transportiert wird, plötzlich herunterfallen.

Am besten schnitten die Tragetücher ab, denn hier gab es keinen negativen Ausreißer. Richtig gewickelt, sitzt das Baby hier in einer idealen Haltung. Eltern müssen nur wissen, wie sie das Tuch wickeln müssen. Techniken gibt es viele, eine davon gilt es zu lernen. Im Test gab es mit dem Amazonas Carry Sling (Note 1,7), dem Didymos Prima (1,8), dem Manduca Sling (1,9) und dem Moby Wrap Classic (1,9) ausschließlich „gut“ bewertete Tücher. tmn