Feudenheim

Feudenheim Musik, Feuerwerk, Stände und Speisen begeistern die Besucher bei der Kerwe

Abendlicher Glanzpunkt

Archivartikel

Auf der Bühne erklang das Lied „Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. . .“. Und auch unter den Kerwe-Besuchern richteten sich später am Abend alle Blicke auf den Himmel über Feudenheim: Ein achtminütiges Feuerwerk, das Pyrotechnik im Quadrat um den Feuerwerker Florian Gokel aufgebaut hatte, war sicherlich der Höhepunkt des ersten Kerwe-Abends.

Aber auch sonst war die Stimmung auf den Straßen prächtig: „Das ist einfach nur genial“, fassten Evelyn Packhäuser und Tam Israel ihre Eindrücke zusammen. Und Alfred Bauer (88) erzählte, dass er in einer Bäckerei in Feudenheim gelernt habe. „Aber die gibt es nicht mehr“, bedauerte er. Doch zur Kerwe treibt es ihn immer noch in den Vorort.

Treffpunkt für Jung und Alt

„Es ist schön, wenn die Leute zufrieden sind“, sagt Metzgermeister Horst Trautmann, der an seinem Stand einen Schinken verkauft, der zuvor gesalzen und „intravenös gepökelt“ worden war. Die Spezialität fand reißenden Absatz. „Hier trifft man einfach viele Freunde“, stellte Besucher Yannick Schally fest, der sich gerade ein indisches Gericht schmecken ließ. In der Zwischenzeit rockten „Just for fun“ die Bühne bei der VR-Bank. Urgestein Otto Raad hatte die erst 17-jährige Laetitia Madeleine Hofmann ans Mikrofon geholt, die die eingespielte Truppe toll unterstützte. „Wir haben schon früher miteinander gesungen. Otto ist fast wie ein Vater für mich“, sagte die Sängerin nach ihrem Auftritt.

Ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin Dorothee Löhr , Pfarrer Helge Hartmann von der Liebenzeller Gemeinde und Alexander Fleck für die katholische Kirche eröffnete dann etwas ruhiger den zweiten Kerwetag.

Die Pfarrer wiesen darauf hin dass der Name „Kerwe“ eigentlich „Kirchweih“ bedeute und damit auch heute noch durchaus eine christliche Verbindung besteht. „Die Feudenheimer Kerwe lässt das Münchner Oktoberfest ja fast erblassen“, stellte Pfarrerin Löhr schmunzelnd fest. Musikalisch zum Gelingen der christlichen Feier trug der Posaunenchor Feudenheim bei.

Mit Musik der Egerländer, den Groove Sauce, der BlueBird Big Band und Klydoskope fand die Kerwe dann einen gelungenen Abschluss – hatte es am Samstagabend doch gegen Ende noch einen reichlichen Regenguss gegeben. Der Feierlaune tat dies indes keinen Abbruch: Dichtes Gedränge herrschte zu allen Zeiten auf der Hauptstraße. has