Feudenheim

Feudenheim Kindergärten zu Gast bei den Goggelrobbern

Behutsames Kuscheln mit Küken

Wie fühlt es sich an, ein Küken in den Händen zu halten? Am Tag der offenen Tür beim Geflügelzüchterverein Feudenheim durften 125 Kinder aus sieben Mannheimer Kindergärten diese Erfahrung machen. Für etwa 20 Küken, die zwei Wochen alt waren, wurde der Tag zwar ziemlich aufregend, dafür gingen die Kinder sehr behutsam und vorsichtig mit den kleinen Piepsern um. Im Eingangsbereich war extra ein Küken-Gehege für diesen Tag aufgebaut worden, den Kindergartentag gibt es bereits seit einigen Jahren. „Wir erklären den Jungs und Mädchen das Wachstum und die Entwicklung von Hühnern und haben auch Bildmaterial dabei. Die meisten Kinder haben noch nie ein echtes Küken gesehen, daher möchten wir die Nähe von Menschen zu Tieren herstellen“, sagte Wolfgang Wellenreuther, Erster Vorsitzender.

Quietschgelbes Kostüm

Für einen Blickfang sorgte Peter Endres, Zweiter Vorsitzender, der sich zum diesem Anlass ein quietschgelbes Fastnachtskostüm angezogen hatte, um als Riesenhuhn die Kindergartengruppen, die zu verschiedenen Uhrzeiten eintrafen, zu begrüßen und die Kinder zum Lachen zu bringen. Kaum war die Küken-Zeit der Gruppe aus dem Kindergarten Zwölf Apostel vorbei, ging es zum Pommes-Frühstück.

Da traf bereits die Spatzengruppe aus dem nah gelegenen Kindergarten Arche Noah ein. „Wir kommen immer nur mit einer kleinen Gruppe von etwa sechs Kindern hierher, damit die Kleinen möglichst viel von dem Besuch haben. Jeder soll in seiner Kindergartenzeit einmal hier gewesen sein“, sagte Erzieherin Bianca Engelen. Das Riesenhuhn Endres setzte den Kindern vorsichtig die Küken in die Hände. Auf die Frage, warum die Küken unterschiedlich groß seien, obwohl sie alle das gleiche Alter hatten, antwortete Wolfgang Wellenreuther: „Es sind vier verschiedene Rassen, hier zum Beispiel Lachshühner.“

Seltene Rassen

Eine seltene Rasse, die sogar in die Liste der gefährdeten Haustierrassen aufgenommen wurde. Außerdem tummelten sich noch Italiener-Hühner, Indische Kämpfer und Kennhühner unter den Küken. Der Verein macht nicht nur darauf aufmerksam, wie wichtig der Umgang der Kinder mit Tieren ist, sondern dass es eine Vielfalt von Hühnerrassen gibt, die erhaltenswert ist.

Gleichzeitig lernen die Kinder auch, dass Eier nicht einfach aus dem Karton im Supermarktregal stammen, sondern dass ein echtes Lebewesen, das einst ein flauschiges Küken war, an der Produktion der Lebensmittel beteiligt war. „Könnt ihr denn hören, wie unterschiedlich sie piepsen?“, fragte Wellenreuther die Spatzengruppe, die ganz still wurde, um auf die unterschiedlichen Piepstöne zu achten.