Feudenheim

Feudenheim Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzt Bäume auf dem Gelände des Vereins GrünWerk

Beitrag zu mehr frischer Luft für die Stadt

Sie pflanzen Büsche und Bäume entlang viel befahrener Straßen. Um schädliche Umweltbelastungen aus der Luft zu filtrieren, hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Kreisverband Mannheim, die Aktion „1000 Bäume für die Stadt“ ins Leben gerufen (wir berichteten). Jetzt hat der Verein auf dem Gelände des Vereins GrünWerk in Feudenheim an der Umgehungsstraße um den Stadtteil eine erste Pflanzung vorgenommen.

Linde, Ahorn und Rosen

Gesetzt wurden dabei eine Felsenmispel, ein Linde, eine Feldahorn sowie mehrere Wildrosen. Sie sollen künftig Stickoxide und Kohlendioxid aus der Luft binden und so dabei mithelfen, das Klima in der Stadt zu verbessern. Dank großzügiger Spenden des Großkraftwerks, der Sparkasse Rhein-Neckar Nord und der MVV ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in der Lage, die Pflanzungen durchzuführen, erklärte der Ehrenvorsitzende des Verein, Rolf Dieter.

Falls sich Privatpersonen – sei es, dass sie einen Vorgarten an einer viel befahrenen Straße bewirtschaften oder sich direkt an dieser Aktion beteiligen wollen – mitwirken, so werden sie von der SDW unterstützt, versprach Dieter. In diesem Fall sorgt GrünWerk dafür, dass die Pflanzen gegossen werden und so auch anwachsen können. Den Verein gibt es seit gut einem Jahr, berichtet Andrea Potrafke. Mittlerweile hat er 55 Mitglieder im Alter von fünf bis 83 Jahren. „Das sind doch immerhin drei Generationen,“ freut sich Potrafke. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei entsteht ein Kleinod, in dem Mitglieder kleine oder größere Beete bewirtschaften. Überall schwirren Bienen umher.

Der Kindergarten „Pusteblume“ hat sich auf einer Wiese häuslich niedergelassen. Die Kinder können hier unbeschwert herumtollen. Gemeinsames ökologisches Gärtnern hat sich der Verein auf die Fahne geschrieben. Hinzu kommen Veranstaltungen, die in den Bereich Umweltpädagogik zählen, sowie Workshops, die sich um Natur und Garten drehen. Dazu zählen auch Insekten-, Kräuter- und Nutzpflanzenkurse. In einem dieser Workshops werden beispielsweise Kränze gebunden oder mit Naturmaterialien gebastelt. „Kleine Wildtiere entdecken“ und oder „Kümmern um gefiederten Freunde“ sind weitere Titel solcher Workshop, die sich an große und auch kleine Naturfreunde richten.

„Richtig investiert“

Die Gärtner können in einem alten Gewächshaus aus Glas auf vorbereiteten Tischen Pflanzen vorziehen. Rolf Dieter ist jedenfalls fest überzeugt davon, dass hier genau am richtigen Fleck Zeit und Geld investiert wurden. Weitere ähnliche Projekte sind in der Kleingartenanlage Heckweg in Seckenheim vorgesehen und im Schulgarten der Rheinauschule.