Feudenheim

Ost/Feudenheim Rosen-Aktion des BDS

Blumiger Gruß an treue Kunden

„Wir sind wieder da!“ – diese Botschaft wollte der Bund der Selbstständigen (BDS) auf der Hauptstraße mit einer Rosenaktion zum Ausdruck bringen. „Wir haben 600 Rosen parat, als Dank für den Einkauf in Feudenheim“, sagte die BDS-Vorsitzende Doris Kirsch, die mit zwei Mitstreitern am Stand vor der Apotheke Beyer Rosen an Passanten verteilte. Zwei weitere Stände gab es noch entlang der Hauptstraße.

Insgesamt waren neun Mitglieder in Aktion, alle mit Maske ausgestattet. Im März war wegen Corona die beliebte Vergissmeinnicht-Aktion mit Tombola ausgefallen, die Rosenaktion war jedoch kein Ersatz, sondern eine kleine Geste, die sagen sollte: Einzelhändler und Dienstleister sind in Feudenheim aktiv, sie lassen sich sehen. „Alle Geschäfte sind offen, man bekommt alles zu kaufen. Aber schauen Sie sich um, es ist bedeutend weniger los als vor Corona“, meinte Kirsch, die Inhaberin eines Kosmetik- und Fußpflegestudios ist.

Einbußen wegen der Pandemie

Der Einzelhandel habe Einbußen gehabt. Während des Lockdowns waren alle Geschäfte geschlossen, danach sei es nur sehr zäh wieder angelaufen. „Nur die Friseure haben erst einmal einen Ansturm erlebt. Insgesamt sind die Leute sehr zurückhaltend. Aber das schreibe ich nicht der Maskenpflicht zu, sondern der allgemeinen Stimmung, man geht nicht bummeln. Manche Leute sind für die Maske, andere dagegen. Ich kann beide Seiten verstehen.“

Der Bund der Selbstständigen Feudenheim feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum, er wird 50 Jahre alt. Eigentlich wäre dies ein Anlass für große Aktionen und ein angemessenes Fest. „Doch es passiert nichts, wir müssen uns fügen“, so Kirsch. 2020 sei eben kein Jahr für große Feiern. Wie ein kleiner Lichtblick zum Durchhalten wirkte in dieser Situation die Rosenaktion, die vermitteln sollte, dass es irgendwie weitergehen muss. kge