Feudenheim

Feudenheim VRD-Stiftung besucht Sechstklässler der Realschule / Sechste Klassen bringen Drittklässlern das Thema Umweltschutz näher

Box für sparsamen Umgang mit Energie

Archivartikel

Ganz leise rollte der Kleintransporter der VRD-Stiftung für Erneuerbare Energien in den Hof der Feudenheimschule – natürlich war es ein Wagen mit Elektro-Antrieb. Geladen hatte er 18 Materialboxen mit den unterschiedlichsten Dingen zum Thema Energie.

„In der Box finden die Kinder zum Beispiel den Nachbau eines Windrades, eine Darstellung des Wasserkreislaufes oder eine Solarzelle. Energie ist ein großes Thema in der Schule“, sagte Sabine Meßmer-Luz, Projektmanagerin der Stiftung und Fahrerin des Elektromobils.

„Für die Stiftung ist es wichtig, dass Grundwissen über saubere Energien weitergegeben wird“, betonte sie. Die Materialien werden eingesetzt im BNT-Fächerverbund der sechsten Realschulklassen, BNT ist ein Zusammenschluss von Naturwissenschaft und Technik. Außerdem konnten die Schüler aufatmen: „Der Baukasten ist völlig Physik-frei, einfach und anschaulich gestaltet“, erläuterte Klaus Gürtler, BNT-Lehrer der sechsten Klassen. Außerdem kooperiert die Realschule mit der Grundschule. Nachdem die Sechstklässler begriffen haben, wie alles funktioniert, dürfen sie in die Lehrerrolle schlüpfen und ihr Wissen an die Drittklässler weitervermitteln.

Unterstützung vom Förderverein

Auf dem Schulhof war viel los bei der Übergabe. Denn neben den sechsten Klassen waren auch Drittklässler von der benachbarten Brüder-Grimm-Schule im Schulhof der Feudenheimschule. „Mir gefällt das Thema erneuerbare Energien, denn man sollte Umweltverschmutzung vermeiden und die Natur nicht zerstören“, meinte Joel Tassin. „Dass wir den Grundschülern etwas beibringen dürfen, finde ich auch gut, das hatten wir noch nie“, verkündete der Klassensprecher der 6a stolz.

Der Förderverein der Realschule unterstützte das Projekt. „Wir haben 1000 Euro investiert und sind zufrieden mit dem Ergebnis. Die Boxen sind schön verarbeitet und kindgerecht. Die Schüler lernen etwas, und beim Weitergeben an die Jüngeren können sie zeigen, dass sie es verstanden haben“, sagte Dirk Schächner, Erster Vorsitzender des Fördervereins. „Und nicht nur die Kinder haben etwas davon, die Eltern können auch etwas über erneuerbare Energien lernen, da es dieses Thema zu ihrer Zeit noch nicht im Unterricht gab“, fügte Susanne Banschbach vom Förderverein hinzu.

Die Baden-Württemberg-Stiftung, die sich für Forschung und Bildung einsetzt, unterstützte das Projekt mit 1500 Euro, während die Pädagogische Hochschule Heidelberg in Kooperation mit der VRD-Stiftung die Unterrichtsmaterialien entwickelt hat. Die VRD-Stiftung wurde 1997 gegründet, hat ihren Sitz in Heidelberg und engagiert sich für die Förderung und Verbreitung erneuerbarer Energien im In- und Ausland.