Feudenheim

Feudenheim Trauer um Ex-Vorsitzenden Georg Roos

Breitgewann lange geprägt

Archivartikel

Bis zuletzt war er gedanklich dabei, interessierte sich für Veranstaltungen in seinem Vorort, die Stadtentwicklung von Mannheim und seine Geschichte. Doch nun ist Georg Roos, ehemaliger Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Feudenheim, im Alter von 93 Jahren verstorben. Solange es ihm möglich war, besuchte er Feudenheimer Veranstaltungen – schließlich hat er den Stadtteil durch ehrenamtliches Engagement stark geprägt.

Der Werkzeugmacher, der sich zum Ingenieur hocharbeitete und zuletzt als Abteilungsleiter bei Bopp & Reuther tätig war, stammte vom Almenhof. Nach dem Umzug nach Feudenheim 1963 begann er, sich für die Allgemeinheit zu engagieren – zunächst im Elternbeirat der Grundschule und des Gymnasiums, wo er für die Selbstständigkeit des Feudenheimer Gymnasialzweigs kämpfte. Von 1974 an folgten vier Jahre als Elternbeiratsvorsitzender der Werner-von-Siemens-Berufsschule. Zudem arbeitete Roos in dieser Zeit im Gesamtelternbeirat mit und vertrat ihn im Schulausschuss.

Kleingärten erweitert

Seine besondere Liebe galt aber Feudenheim und hier erster Linie dem „Breitgewann“. 1980 übernahm er für zwölf Jahre den Vorsitz des 1977 aus Grabeland beim Neckarkanal hervorgegangenen Kleingartenvereins. In die Ära von Roos fiel 1981 die Erweiterung der Anlage beim ASV-Tennisplatz um 44 weitere Parzellen. Zudem etablierte Roos sehr erfolgreich das jährliche Gartenfest als beliebten Treffpunkt nicht nur für die Kleingärtner selbst, sondern für ganz Feudenheim und darüber hinaus.

Daher wurde auch die Bürgergemeinschaft auf ihn aufmerksam. 1987 berief sie ihn in den Vorstand als Beisitzer. Als Gerhard Weinlein aufhörte, übernahm Roos schließlich für vier Jahre den Vorsitz des Dachverbandes. Sein Nachfolger Karlheinz Steiner würdigte ihn nun als „langjährigen Mitstreiter, der sich mit Herzblut für ein vielfältiges Feudenheimer Vereinsleben eingebracht hat“. pwr